Mit OER verdient man nur schwer Geld … oder doch nicht?

In den letzten Wochen habe ich meine zweite Sammelbestellungsaktion erfolgreich über die Bühne gebracht. Insgesamt habe ich dabei 12.000 Hefte mit einem Gesamtgewicht von knapp 2 Tonnen in rund 350 Paketen durch ganz Deutschland verschickt. Dabei ist fast alles glatt gelaufen, worüber ich recht froh bin. Im Nachgang kam mir der Gedanke, ob dies nicht (auch) ein Modell sein kann, wie sich mit OER Geld verdienen lässt?

OER sind per Definition kostenlos. Wie soll man sie da verkaufen können? Hierzu ein paar Gedanken am Beispiel des Mia-Knobelheftes. Das Heft ist auf der Seite der ZUM kostenlos herunterzuladen, sowohl als PDF, als auch in einem Format, das Bearbeitungen zulässt. Die Bedingungen der OER-Definition scheinen damit erfüllt. Aber ist der unterrichtliche Einsatz damit kostenlos? Mitnichten, denn das Heft muss ausgedruckt und ggf. kopiert werden. Dies erzeugt Kosten. Die Kosten einer schulischen Kopie dürften irgendwo zwischen 2-4 Cent liegen. Das fertige Mia-Heft (bestehend aus 64 A5-Seiten=32 A4-Seiten) kostet damit in der schulinternen Produktion zwischen 0,64€ und 1,28€. Die von mir verschickte Fassung aus der Druckerei lag bei 0,40€, inklusive Versandkosten im günstigsten Fall bei 0,50€.  Das ist also noch (teilweise deutlich) günstiger als die Kopie in der Schule. Man könnte also die gedruckten Hefte ggf. mit einem (kleinem) Aufschlag verkaufen, dabei Geld verdienen und würde die Schulen auch noch finanziell entlasten. Ein lohnenswertes Geschäftsmodell entsteht dabei aber vermutlich erst bei einer (sehr hohen) Auflage. Verkaufe ich 50.000 Hefte zu je einem Euro, liegt der Ertrag evtl. bei 25.000€. Aber diese 50.000 Hefte muss man jedoch auch erst einmal an den Mann und die Frau bringen. Für 50ct haben ad hoc zig LehrerInnen „Hier, hier, hier“ geschrien. Ob das für 100ct auch noch so wäre? Vermutlich nicht.

Natürlich kann man nun die Frage stellen, ob das dann überhaupt noch OER sind, wenn sie kostenpflichtig zu erwerben sind? Vermutlich nicht, denn es ist ja nicht mehr kostenlos. Aber spielt das eine Rolle? Wenn man es ökonomisch betrachtet wohl nicht, denn wichtig ist dann, dass er Einsatz eines Materials, das ursprünglich als OER veröffentlicht wurde, günstiger realisiert werden konnte als mit hauseigenen Mitteln.

Learningapss: Apps überarbeiten

Für meinen Unterricht nutze ich immer wieder auch einmal Learningapps. Bisher habe ich die dort angebotenen App-Vorlagen immer mit den dort angebotenen Hausmitteln verändert. Doch heute kam ich an einen Punkt, an dem mich dies nicht mehr weiter gebracht hat. Ich wollte eine App zur phonologischen Bewusstheit erstellen: Wörter auf bestimmte Laute abhören und entsprechend zuordnen. Dazu sollte ein Bild angezeigt und durch die Kinder in der passenden Kategorie abgelegt werden. Als Unterstützung wollte ich die Text-to-Speech-Funktion von Learningapps nutzen, über die man das zum Bild gehörende Wort vorlesen lassen kann. Dazu zeigt Learningapps in der Ecke der Bildkarte ein Icon an. Fährt man mit dem Finger über das Icon, dann wird das Wort vorgelesen. Leider wird dabei aber auch das Wort selbst angezeigt. Pfiffige Kinder sehen dann den Buchstaben und müssen gar nicht mehr genau hinhören, ob und an welcher Stelle der Laut vorkommt.

Das wollte ich gerne ändern. Martina Grosty (@mgrosty) hat mir den entscheidenen Tipp gegeben. Unter jeder (fertigen) Learningapp wird der Link „Developer Source“ angeboten, mit dem man den Quellcode der App herunterladen kann. Dieser besteht im wesentlich aus einer Javascript-Datei und einem Stylesheet. Meine Programmierkenntnisse sind wirklich nur rudimentär, aber sie haben gereicht, um im Quellcode die Stelle zu finden, an der das Wort in der Hinweisbubble erzeugt wird:

(card.parameter.hint !== „“ ?
‚<span class=“hintbtn hintbtn_’+card.parameter.media+‘ popovers“‚+
‚ data-container=“#cardsOverlay“ data-toggle=“popover“ data-placement=“auto“‚+
‚ data-content=“‚+AppClient.linkifyText(card.parameter.hint).replace(/“/g,’&quot;‘)+'“>’+
‚<span class=“glyphicon glyphicon-info-sign infoicon“></span></span>‘
: “)+

Hieraus habe ich dann einfach folgendes gemacht:

card.parameter.hint !== „“ ?
‚<span class=“hintbtn hintbtn_’+card.parameter.media+‘ popovers“‚+
‚ data-container=“#cardsOverlay“ data-toggle=“popover“ data-placement=“auto“‚+
‚ data-content=“Höre genau“>’+
‚<span class=“glyphicon glyphicon-info-sign infoicon“></span></span>‘
: “)+
card.innerHTML+'</div>‘);

Und schon hatte ich die App, die ich haben wollte. Den fertigen Code haben ich dann über die Entwickler-Tools (https://learningapps.org/develop) in ein neues Projekt importiert, so dass ich danach auf Grundlage dieses Codes neue Apps erstellen kann.
Hier zeigt sich, welche große Stärke die Offenheit von Learningapps ist. Ich kann nicht nur jede App inhaltlich an meinen Unterricht anpassen, sondern auch (mit ein paar Programmierkenntnissen) funktionale Veränderungen vornehmen. Ich bin begeistert!

Anmerkungen: Die Bilder aus den Apps sind von Frau Locke. Hier können die Lizenzbedingungen zur Verwendung der Bilder nachgelesen werden!

Nur kurz: Braucht jemand Grundschrifthefte für 1,56€?

Ich versinke zwar aktuell noch in Bergen von Mia-Heften, aber nachdem mich die Qualität des Druckes derart begeistert hat, will ich nun auch „mein“ Grundschriftheft (http://emrich.in/die-grundschrift-ueben-von-anfang-an/) in gedruckter Form haben. Das Ganze hätte ich natürlich gerne zu einem guten Preis, den ich aber erst ab einer bestimmten Menge bekomme. Ich rede hier NUR vom Grundschriftheft und NUR in der vorliegenden Fassung. Eine Änderung der Buchstabenreihung ist nicht möglich.

Das „Problem“ ist, dass die Druckerei das gut beschreibbare Papier nur im A4-Querformat für Offsetdruck anbietet. Dann kostet (bei 1000er Abnahme) ein Heft 1,56€ + Versandkosten.

Das wären die Bedingungen: Ich würde höchstens 1000 Hefte ordern und auch nur Bestellungen mit mindestens 20 Heften in die Sammelbestellung aufnehmen. Das Packen der kleinen Pakete ist keine große Freude und bringt bei der Sammelbestellung nicht viel. Ordern würde ich am Montag, Lieferung wäre dann vermutlich in ca. 2 Wochen. Versandkosten wären 5€ pro 25 Hefte, da ich dann ggf. mit Hermes verschicken würde. Kartons sollte ich noch genug über haben nach der Mia-Nummer.

Update: Die Sammelbestellung ist zustande gekommen – der Aufruf ist damit geschlossen.

Die Grundschrift üben – von Anfang an

Da ich in den kommenden Wochen wieder mit einem ersten Schuljahr beginne, durfte ich mich in den Ferien auch ein wenig mit der Grundschrift beschäftigen. Meine Schule hat sie schon vor drei Jahren eingeführt, nun bin ich der letzt Jahrgang, der auch von Druckschrift + VA zur Grundschrift wechselt. Vielleicht bin ich sogar der letzte Jahrgang. Nachdem Baden-Württemberg schon ein Verbot umgesetzt hat, man in S-H auch öffentlichkeitswirksam über die Grundschrift diskutiert und sie in Bayern nie eingeführt wurde, erwarte ich von der neuen schwarz-gelben Landesregierung in NRW eigentlich auch noch einige Äußerungen zur Grundschrift. Immerhin hatte man schon im Jahr 2015 schon eine Diskussion über die Handschrift in den Schulausschuss des Landes gebracht.

Von der aktuellen politischen Diskussion unberührt bleibt natürlich erst mal die Vorbereitung auf das neue Schuljahr. Ein „gefühltes Faktum“ ist es für mich, dass die motorischen Fähigkeiten der Schulneulinge von Jahr zu Jahr abnehmen (gefühlt, weil mir hierzu keine aktuellen Langzeitstudien bekannt sind). Hier müssen natürlich Mittel und Wege gefunden werden, wie man die Kinder mit entsprechendem Förderbedarf adäquat unterstützen kann, um die Ausbildung einer lesbaren Handschrift zu unterstützen. Meine Fummelkiste hat mir da schon vor vier Jahren treue Dienste geleistet. Darüber hinaus arbeite ich sehr gerne mit dem Buch „Den Stift im Griff“ von Achim Rix (kein Werbelink!), wollte aber in diesem Jahr auch mit einem „erweiterten“ Buchstabenlehrgang arbeiten. Unsere Fibel mit dem dazugehörigen Arbeitsheft hat hierzu zu jedem Buchstaben exakt eine halbe Seite, auf der der Buchstabe motorisch geübt werden kann. Da möchte ich doch etwas ausführlich üben können.

Die Arbeitshefte aus den verschiedenen Verlagen haben aus meiner Sicht immer an irgendeiner Stelle Mängel: mal sind in dem Heft auch Übungen zur phonologischen Bewusstheit und zum lautorientierten Schreiben, mal ist der Übungsanteil zu gering, mal gefällt mir der Aufbau der Übungen nicht … Bei Übungen zur Phonolgie werden leider in der Regel für die Anlaute andere Anlautbilder verwendet, was für die schwächeren Kinder eher verwirrend als hilfreich ist. Mir schwebte da eher ein rein motorischer Schreiblehrgang vor. Diesen gibt es eher für die Verbindungen in der Grundschrift und natürlich für das Erlernen der Schreibschrift(en), nicht aber für das erste erlernen einer Druckschrift. Also habe ich mich kurzerhand hingesetzt und ein eigenes Arbeitsheft zusammengestellt.

Buchstabenheft GS - Teil 1

Durch das gesamte Heft ziehen sich nicht nur Übungsseiten für jeden Buchstaben, sondern auch allgemeine Übungen zur Graphomotorik. Diese beziehen sich sowohl auf das Ziehen von geraden Strichen in allen Richtung, als auch von Rundungen. Die Reihung der Übung wurde dabei an die Reihung der Buchstaben angepasst. Die Reihenfolge der Buchstaben entspricht (natürlich) der Reihenfolge in unserer Fibel (Löwenzahn und Pusteblume). Neben reinen Buchstaben muss auch immer wieder Wortmaterial aufgeschrieben werden. Dieses besteht jedoch immer nur aus den Buchstaben, die bereits eingeführt und geübt wurden und ferner (fast) ausschließlich aus lautorientiert zu verschriftenden Wörtern. Die Wörter müssen fast immer nur abgeschrieben werden, damit eine Konzentration auf die motorische Komponente des Schreibens gelingen kann. Lediglich ganz am Ende gibt es drei Seiten, bei denen Wörter (lautorientiert) auf Grundlage mehrerer Bilder verschriftet werden müssen.

Die verschiedenen Seiten mit den dazugehörenden Übungstypen wurden farblich unterschiedlich markiert. Auf diese Weise heben sich auch die Lineaturen optisch vom Blatthintergrund ab. Es gibt jedoch auch jeweils eine Variante ohne farbige Hintergründe zum Download, um preisbewusstes Drucken zu ermöglichen. Auf Erläuterungen und Arbeitsanweisungen wurde weitgehend verzichtet.

Unschlüssig bin ich mir noch bei der Wahl des Druckformates. Einzelblätter lassen sich ja sehr gut auch im Querformat drucken und verwenden. Sollte man dieses Heft aber jemals professionell drucken lassen wollen (ab einer gewissen Auflage schon ab 1,50€ pro Heft möglich), könnte das Querformat schnell zu Platzproblemen im Klassenraum führen. Ein aufgeklapptes Heft wären dann 60cm breit. Zwei arbeitenden Schüler füllen dann schnell den gesamten Tisch aus und könnten sich in die Quere kommen. Ein Heft im Hochformat gebunden mit querformatigen Seiten erscheint mir aber auch wenig praktikabel, oder?

Natürlich stelle ich die Hefte hier kostenlos zum Download bereit. Leider dieses mal nicht als echtes OER, da ich in dem Heft Schriften verwende, die eine kommerzielle Verwendung nicht erlauben (bzw. nur gegen Aufpreis). Daher kann ich das Heft nur als cc-by-nc-sa anbieten. Auch die Quelldatei könnt ihr gerne herunterladen. Ihr benötigt jedoch zur Bearbeitung die Schriften von Will-Software. Die PDF-Dateien lassen sich nur drucken, jedoch nicht bearbeiten.

Download “Arbeitsheft Grundschrift” Buchstabenheft-GS-Teil-1.pdf – 2359-mal heruntergeladen – 6 MB

Download “Arbeitsheft Grundschrift ohne Farbe” Buchstabenheft-GS-oHGF-Teil-1.pdf – 896-mal heruntergeladen – 6 MB

Download “Arbeitsheft Grundschrift - Quelldatei” Buchstabenheft-GS-Teil-1.pub – 408-mal heruntergeladen – 8 MB

Download “Arbeitsheft Grundschrift - Kopiervorlagen” Buchstabenheft-GS-KV-Teil-1-1.pdf – 649-mal heruntergeladen – 6 MB

Download “Arbeitsheft Druckschrift” Buchstabenheft-DR-Teil-1.pdf – 722-mal heruntergeladen – 6 MB

Download “Arbeitsheft Druckschrift ohne Farbe” Buchstabenheft-DR-oHGF-Teil-1.pdf – 502-mal heruntergeladen – 6 MB

Download “Arbeitsheft Druckschrift - Quelldatei” Buchstabenheft-DR-Teil-1.pub – 300-mal heruntergeladen – 8 MB

Feedback und Anregungen sind gerne willkommen!

Florians Fummelkiste

Ich hatte es bereits in einem der letzten Kommentare erwähnt: Derzeit treibt mich die Förderung der Grafomotorik um. An Fördermaterial zu diesem Zwecke findet man vor allem Kopiervorlagen. Dies ist durchaus verständlich, denn es geht dabei ja ums Schreiben. Dennoch habe ich bei weiterem Suchen auch einige Übungen gefunden, da man ohne Papier machen kann und einen ebenso guten Effekt haben könnten. Diese Übungen habe ich in einer Förderkiste gesammelt, die meine Frau dann auch direkt in „Florians Fummelkiste“ umgetauft hat. Ich stelle die Übungen hier kurz vor, vielleicht möchte sich ja jemand eine ähnliche Kiste zusammenstellen. Alles in allem hat mich das Material etwa 50€ gekostet, wobei die Laminierfolien das Teuerste waren.

Der Schraubenwickler

DSCF4178Insgesamt viermal gibt es einen kurzen Rundstab von 30cm, an dem ein 60cm langer Faden befestigt ist. Am anderen Ende des Fadens ist eine Mutter verknotet. Die Aufgabe besteht darin, den Stab (um die Wette) aufzudrehen bzw. wieder abzudrehen.

Bügelperlen sortieren

DSCF4174In eine kleine Sortimentsbox müssen Bügelperlen nach Farben sortiert werden. Hierzu können entweder die Finger verwendet werden oder aber auch eine Pinzette. Beides ist nicht einfach und erfordert Fingerfertigkeit und Geduld 🙂

Muttern finden

DSCF4176Eine Auswahl von Schrauben und Muttern muss sortiert werden und auf jeden Schraube muss die passende Mutter aufgedreht werden.

Perlenkette

DSCF4175Auf einen Faden müssen verschiedenen Perlen aufgefädelt werden. Die Perlen und deren Bohrlöcher haben dabei verschiedene Durchmesser. Mit einem ausgefransten Faden wird dies besonders tricky.

Schleife

DSCF4177Einem Holzschuh muss eine Schleife gebunden werden. Ein Klassiker.

Lochbrett

DSCF4173Durch ein Lochbrett müssen mehrere Schnürsenkel durch Löcher mit verschiedenen Durchmessern gefädelt werden.

Prickeln

DSCF4171Hier stehen verschiedene Vorlagen bereit, die die Kinder auf ein Stück Tonpapier übertragen müssen und dann ausprickeln.

Schreiben auf dem Tuch

DSCF4180Einige schreiben ja sehr verkrampft, da sie seinen enormen Schreibdruck aufbauen. Zu diesem Zwecke habe ich einige ABs mit Buchstaben kopiert, die die Kinder auf einem Baumwolltuch bearbeiten sollen, OHNE dabei das Blatt zu zerreißen oder zerlöchern. Dazu muss der Bleistift natürlich gut gespitzt sein. Je mehr Lagen vom Tuch man übereinander legt, desto schwieriger wird das Ganze natürlich.

Den Stift im Griff

DSCF4172Den letzten Teil bilden die Arbeitsblätter aus dem Heft „Den Stift im Griff“. Das Heft finde ich wirklich gut und die Arbeitsblätter sehr gut differenziert. Damit man sie häufiger verwenden kann, habe ich sie in matte Laminierfolien gepackt. Sie lassen sich so mit Bleistift beschreiben und das Schreibfeeling ist dem eines Blattes Papier sehr ähnlich.

Sammelbestellung abgeschlossen

Ich habe heute morgen die Liste für Mitbestellwünsche geschlossen. Allen Interessent*innen habe ich die Daten zur weiteren Abwicklung heute per Mail geschickt. Bitte prüft auch eure Spam-Ordner, denn dort sind wohl einige der Mails leider gelandet.

Durch die hohe Zahl von knapp 10.000 Heftwünschen konnte der Preis der Hefte auf 0,41€ gesenkt werden. Wahnsinn!

Sammelbestellung: Mia-Knobelheft für 0,50€/Stück abgreifen

Nachdem die letzte Sammelbestellung des Mia-Knobelheftes mit 2500 Exemplaren ein voller Erfolg war, hat es sich nun in der Facebookgruppe des Zaubereinmaleins ergeben, dass eine neue Bestellrunde gestartet wird. Nach einer ersten Abfrage sieht es so aus, als ob dieses Mal die 2500er-Marke deutlich gebrochen wird. Dadurch kostet das Heft auf jeden Fall wieder höchstens 0,50€, ggf. sogar weniger. Alle Infos zur Sammelbestellung (auch wie man sich beteiligt) findet ihr hier:

Worum geht es

Eine Vorschau auf das Heft gibt es ebenfalls:

MiaKnobelheftKlasse1.Druck

Meilenstein: Die Knobelkartei wird 100

Am heutigen Tag ist die 100. Aufgabe von Mias Knobelkartei für die Klasse 3-4 online gegangen. Damit hat die Kartei einen wichtigen Zwischenschritt erreicht, denn mit 100 Aufgaben kann man gute 2 Jahre lang eine „Knobelei der Woche“ veranstalten, ohne dass sich Aufgaben wiederholen müssen. Neue Aufgaben kommen jetzt nur noch, wenn Besuchern oder mir neue Aufgaben einfallen. Ab Spätsommer/Herbst ist dann erst einmal die Klasse 1/2 dran.

Hier gibt es alle Aufgaben im großen Format in einer Datei (Link ist am Ende des Artikels): Klick mich.

Hier gibt es alle Aufgaben im Format A7 (z.B. für Etiketten): Klick mich.

Ich werde nicht müde zu betonen, dass die Kartei OER ist. Ihr dürft sie herunterladen, verändern, ergänzen oder beschneiden und weiterverteilen (bei Facebook, in der Dropbox, an die Schüler), sofern ihr die Quelle und die Lizenz der Kartei nennt (cc-by-sa 4.0).

Bedanken möchte ich mich bei all den fleißigen LeserInnen, die mich stets mit Ideen, Quellen und Überarbeitungshinweisen versorgt haben. Danke!

Koalitionsvertrag – Masterplan Grundschule

Am vergangenen Freitag wurde er nun veröffentlicht, der Koalitionsvertrag. Zumindest die CDU hatte sich vor der Wahl einen umfangreichen Masterplan Grundschule vorgenommen. Von daher ist es natürlich für mich (und 46000 weitere Grundschullehrkräfte) besonders interessant, was davon nun konkret im Koalitionsvertrag geschrieben steht. Mir ist durchaus bewusst, dass der Vertrag zuerst noch durch die Parteien bestätigt werden muss, Herr Laschet auch gewählt werden muss und Papier zudem sehr geduldig ist. Aber man kann ja mal darüber reden, was dort so steht. In der Presse wird ja vor allem auf G8/G9 und die Inklusion eingegangen.

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Alles neu bei Antolin

Vorab der Hinweis: Ich bekomme für diesen Beitrag KEIN Geld von Westermann.

Zum Thema: Antolin hat (nach einer gefühlten Ewigkeit) ein komplett neues Outfit bekommen: frisch und modern. Mit diesem Outfit geht aber auch einher, dass Antolin viel neue Funktionen erhalten hat.

Unsere Schule nutzt Antolin schon seit über 10 Jahren. Kam es am Anfang noch sehr gut bei den Schülern an, so hat die Attraktivität in den Jahren immer weiter abgenommen. Ob es am altbackenen Design lag? Wohl eher nicht. Ich vermute, dass wohl die digitale Konkurrenz immer größer geworden ist. Früher hatte Antolin ein (mehr oder weniger) Alleinstellungsmerkmal: Man durfte an den PC (und ins Internet!!!). Heute ist der PC und das Netz nichts besonderes mehr. Man konsumiert Youtube, Apps und Whatsapp .. da ist das Beantworten von Quizfragen vielleicht eher lästig. Zudem war die Darstellung von Antolin auf dem Tablet/Smartphone eher ungünstig und die Bedienung eher frickelig. Auf den bevorzugten Geräten der Kinder war Antolin also nicht mehr so gut nutzbar. Doch zumindest dies hat sich nun geändert.

Responsives Design

Antolin hat nun ein responsives Design, d.h. die Darstellung der Seite passt sich an die Größe des Bildschirms an. Auf vielen Webseiten ist das seit einigen Jahren üblich, Antolin hat sich dem bisher verschlossen. Nun erhält man aber auch auf dem Smartphone eine schöne Darstellung, die sich prima bedienen lässt. Die Darstellung ist übersichtlich, gut lesbar und frisch. (aus Copyrightgründen verzichte ich hier auf Screenshots)

Auch die Urkunden sind jetzt übrigens schicker (und verbrauchen leider noch mehr Tinte).

Fragen vorlesen

Bei dieser Funktion bin ich nicht sicher, ob sie auch schon vorher aktiviert war: Fragen (und Antworten) lassen sich nun vorlesen. Das ist natürlich vor allem für Erstleser eine nette Funktion. Dabei greift Antolin (vermutlich) auf die API von Google zurück, so dass eine computergenerierte Stimme den Text vorliest. Dies wirkt natürlich etwas unnatürlich und kommt bei Eigennamen oft an seine Grenzen. Aber im Allgemeinen durchaus hilfreich.

Die Funktion lässt sich in den Einstellungen übrigens ein- und ausschalten.

Orden

Zu den klassischen Quizfragen und den Lesefleißlisten gibt es nun auch Orden. Es gibt Orden verschiedener Gattungen (Freundschaft, Fantasy, Abenteuer, …) in drei Stufen (Bronze, Silber, Gold). Kinder, die besonders viele Bücher einer Sorte gelesen (und richtig beantwortet haben) erhalten dann diese Orden (automatisch) verliehen. Zudem kann man selbst Orden definieren, die man dann (manuell) verleihen kann.

Ich finde die Änderung durchaus gelungen, besonders die Tatsache, dass Antolin jetzt den Sprung auf mobile Endgeräte gepackt hat. Ich bin gespannt, ob Antolin dadurch bei uns einen Popularitätsschub erhalten wird.