Meilenstein: Die Knobelkartei wird 100

Am heutigen Tag ist die 100. Aufgabe von Mias Knobelkartei für die Klasse 3-4 online gegangen. Damit hat die Kartei einen wichtigen Zwischenschritt erreicht, denn mit 100 Aufgaben kann man gute 2 Jahre lang eine „Knobelei der Woche“ veranstalten, ohne dass sich Aufgaben wiederholen müssen. Neue Aufgaben kommen jetzt nur noch, wenn Besuchern oder mir neue Aufgaben einfallen. Ab Spätsommer/Herbst ist dann erst einmal die Klasse 1/2 dran.

Hier gibt es alle Aufgaben im großen Format in einer Datei (Link ist am Ende des Artikels): Klick mich.

Hier gibt es alle Aufgaben im Format A7 (z.B. für Etiketten): Klick mich.

Ich werde nicht müde zu betonen, dass die Kartei OER ist. Ihr dürft sie herunterladen, verändern, ergänzen oder beschneiden und weiterverteilen (bei Facebook, in der Dropbox, an die Schüler), sofern ihr die Quelle und die Lizenz der Kartei nennt (cc-by-sa 4.0).

Bedanken möchte ich mich bei all den fleißigen LeserInnen, die mich stets mit Ideen, Quellen und Überarbeitungshinweisen versorgt haben. Danke!

Koalitionsvertrag – Masterplan Grundschule

Am vergangenen Freitag wurde er nun veröffentlicht, der Koalitionsvertrag. Zumindest die CDU hatte sich vor der Wahl einen umfangreichen Masterplan Grundschule vorgenommen. Von daher ist es natürlich für mich (und 46000 weitere Grundschullehrkräfte) besonders interessant, was davon nun konkret im Koalitionsvertrag geschrieben steht. Mir ist durchaus bewusst, dass der Vertrag zuerst noch durch die Parteien bestätigt werden muss, Herr Laschet auch gewählt werden muss und Papier zudem sehr geduldig ist. Aber man kann ja mal darüber reden, was dort so steht. In der Presse wird ja vor allem auf G8/G9 und die Inklusion eingegangen.

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Alles neu bei Antolin

Vorab der Hinweis: Ich bekomme für diesen Beitrag KEIN Geld von Westermann.

Zum Thema: Antolin hat (nach einer gefühlten Ewigkeit) ein komplett neues Outfit bekommen: frisch und modern. Mit diesem Outfit geht aber auch einher, dass Antolin viel neue Funktionen erhalten hat.

Unsere Schule nutzt Antolin schon seit über 10 Jahren. Kam es am Anfang noch sehr gut bei den Schülern an, so hat die Attraktivität in den Jahren immer weiter abgenommen. Ob es am altbackenen Design lag? Wohl eher nicht. Ich vermute, dass wohl die digitale Konkurrenz immer größer geworden ist. Früher hatte Antolin ein (mehr oder weniger) Alleinstellungsmerkmal: Man durfte an den PC (und ins Internet!!!). Heute ist der PC und das Netz nichts besonderes mehr. Man konsumiert Youtube, Apps und Whatsapp .. da ist das Beantworten von Quizfragen vielleicht eher lästig. Zudem war die Darstellung von Antolin auf dem Tablet/Smartphone eher ungünstig und die Bedienung eher frickelig. Auf den bevorzugten Geräten der Kinder war Antolin also nicht mehr so gut nutzbar. Doch zumindest dies hat sich nun geändert.

Responsives Design

Antolin hat nun ein responsives Design, d.h. die Darstellung der Seite passt sich an die Größe des Bildschirms an. Auf vielen Webseiten ist das seit einigen Jahren üblich, Antolin hat sich dem bisher verschlossen. Nun erhält man aber auch auf dem Smartphone eine schöne Darstellung, die sich prima bedienen lässt. Die Darstellung ist übersichtlich, gut lesbar und frisch. (aus Copyrightgründen verzichte ich hier auf Screenshots)

Auch die Urkunden sind jetzt übrigens schicker (und verbrauchen leider noch mehr Tinte).

Fragen vorlesen

Bei dieser Funktion bin ich nicht sicher, ob sie auch schon vorher aktiviert war: Fragen (und Antworten) lassen sich nun vorlesen. Das ist natürlich vor allem für Erstleser eine nette Funktion. Dabei greift Antolin (vermutlich) auf die API von Google zurück, so dass eine computergenerierte Stimme den Text vorliest. Dies wirkt natürlich etwas unnatürlich und kommt bei Eigennamen oft an seine Grenzen. Aber im Allgemeinen durchaus hilfreich.

Die Funktion lässt sich in den Einstellungen übrigens ein- und ausschalten.

Orden

Zu den klassischen Quizfragen und den Lesefleißlisten gibt es nun auch Orden. Es gibt Orden verschiedener Gattungen (Freundschaft, Fantasy, Abenteuer, …) in drei Stufen (Bronze, Silber, Gold). Kinder, die besonders viele Bücher einer Sorte gelesen (und richtig beantwortet haben) erhalten dann diese Orden (automatisch) verliehen. Zudem kann man selbst Orden definieren, die man dann (manuell) verleihen kann.

Ich finde die Änderung durchaus gelungen, besonders die Tatsache, dass Antolin jetzt den Sprung auf mobile Endgeräte gepackt hat. Ich bin gespannt, ob Antolin dadurch bei uns einen Popularitätsschub erhalten wird.

Erklärvideos mit Adobe Spark erstellen

In einem meiner letzten Beiträge habe ich ja angedeutet, dass man mit Adobe Spark sehr schnell (einfach gestrickte) Erklärvideos zusammenbasteln kann. Ich hab ein kleines Video erstellt, in dem ich euch Spark kurz vorstellen möchte:

Ich halte Spark nicht nur für die eigene Videoproduktion für einigermaßen sinnvoll (wenn es schnell gehen muss/soll), sondern kann es mir durchaus auch in Schülerhand vorstellen. Spark gibt es zudem als App für iOs, so dass man mit Ipads/Iphones sehr einfach Videos erstellen kann, in die man selbstaufgenommene Videosequenzen oder Fotos einbinden kann. Zudem lassen sich aus einer großen (wirklich großen) Sammlung von Icons ganz leicht welche auswählen, die mann dann in das Video einbetten kann. Auf diese Weise lassen sich ganz simpel Geschichten animiert erzählen. Ich habe ein kleines Beispiel in das Video integriert, das aber leider nicht besonders gut ist. Vielleicht probiere ich sowas mal mit der Klasse aus.

Fragen, Anregungen und Ideen … wie immer in den Kommentaren gern gesehen!

Knobelkartei + Youtube = Erklärvideolösung

Die Knobelkartei von Mia wächst immer weiter. Gestern erschien schon die 67. Aufgabe. Mein Ziel ist es, bis zu den Sommerferien 100 Aufgaben für Klasse 3 und 4 zu schaffen. Nach den Sommerferien möchte ich mich dann an Klasse 1 und 2 setzen. Mit 100 Aufgaben kann man ja schonmal (mindestens) zwei Schuljahre lang eine Knobelei der Woche gestalten.

In Kommentaren und E-Mail-Anfragen wurde schon einmal nach einer Lösung zur Selbstkontrolle für die Schüler gefragt. Ich bin ehrlich: daran hatte ich bisher gar nicht gedacht, weil ich die Kartei als Knobelei der Woche einsetzen wollte und dort ja die Lehrkraft kontrolliert. Dafür sind dann auch die Lösungshinweise gedacht, die ich mit jeder Aufgabe veröffentliche. Für die Schülerhand möchte ich derzeit keine Lösungen erstellen.

Da ich mir aber derzeit ja ein paar Gedanken zu Youtube und Erklärvideos mache, habe ich mich heute morgen schnell hingesetzt mit Adobe Spark ein kurzes Erklärvideo zur aktuellen Knobelei der Woche erstellt. Sowas könnte ich mir schon eher vorstellen. Die Videos könnte man via QR-Code auf der Rückseite der Kartei verlinken.

Das Video war mit Adobe Spark in der Tat schnell erstellt. In einer Dreiviertelstunde war es „im Kasten“. Ich kann dieses Tool sehr empfehlen. Es ist kostenloses und bietet einige Grundfunktionen, um schnell aus Bildern, Videoschnipseln und Texteinblendungen ein Video zusammenzustellen. Ein kleines Musikarchiv bietet die Möglichkeit, das Video mit Musik zu unterlegen, zudem kann Text über ein Mikrofon eingesprochen werden. Das ganze wird über den Browser aufgerufen, so dass es sich plattformunabhängig nutzen lässt. Man kann es also mit Sicherheit auch sehr gut in schulischen Kontexten nutzen! Vielleicht erstelle ich dazu ja auch einmal ein Erklärvideo  😉

Youtubende Grundschullehrer*innen

Vor einiger Zeit habe ich mal in irgendeiner Facebookgruppe nachgefragt, ob es denn noch keine youtubenden Grundschullehrer*innen gäbe. Blogger*innen und Instragrammer*innen gibt es ja nun jede Menge, die ja auch eine Menge Fans um sich versammelt haben. Und ihre Blogs/Facebookseiten haben auch einen teils enormen Zuspruch. Veränderungen im Downloadsystem oder Ausfälle bei der Technik sorgen da schon einmal für beachtliche Reaktionsketten (um es vorsichtig auszudrücken).

Aber Youtube ist unter (Grundschul-)Lehrern irgendwie unbeliebt. Natürlich denke ich jetzt nicht daran, dass Valessa ihre neuesten dm-Einkäufe vorstellt oder Gille uns zu einer Roomtour einlädt, sondern eine grundschulbezogene Nutzung. Das Medium böte ja durchaus die Möglichkeit, Ideen, Methoden, Abläufe und Vorgehensweisen in Bild und Ton zu erklären. Manche Sachen lassen sich ja einfach besser zeigen, als es umständlich in vielen Worten zu erklären. Aber so richtig rangetraut hat sich daran noch niemand. Dachte ich. Dann habe ich den (gut versteckten) Kanal von Alexandra Wendler entdeckt, die sich an das Thema herangewagt hat. Vielleicht wollt ihr ja mal reinschauen …

Meine Frage: Gibt es da noch mehr? Sind solche Formate – oder auch Erklärvideos für Lehrer*innen – etwas, was ihr euch ansehen würdet? Oder sind Grundschulblogbesucher zu 95% nur an Material interessiert?

QR-Codes im Unterricht nutzen

Gestern Anfang Mai besuchte ich als Teilgeber das erste Grundschulbarcamp zu digitalen Medien, welches im krzn in Kamp-Lintfort veranstaltet wurde. Vorbereitet hatte ich sogar drei Sessions, allerdings habe ich dort „nur“ etwas zu BYOD in der Grundschule und zur Knobelkartei erzählt. Damit ich die PowerPoint zum Workshop nicht ganz umsonst erstellt habe, schreibe ich nun hier noch ein paar Zeilen dazu, wie man QR-Codes im Unterricht nutzen kann. Die hier skizzierten Ideen stammen nicht von mir, ich habe sie lediglich gesammelt und zusammengefasst. Weitere (gute) Artikel zu QR-Codes finden sich bei den Möwenleaks oder bei Alicia Bankhofer.

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KollegIn gesucht!

Ungewöhnliche Situationen erfordern ungewöhnliche Maßnahmen. Unsere Schule hat eine feste Stelle ausgeschrieben. Früher, als ich „damals“ mein Referendariat beendet hatte, waren solche Stellen heiß begehrt. Es gab zig (bis teilweise über 100) Bewerbungen pro Stelle, man war ein echter Glückspilz, wenn man schließlich eine Einstellung bekam und verbeamtet wurde.

Heute ist die Lage genau umgekehrt: es gibt hunderte Stellen und eine Schule muss froh sein, wenn sich überhaupt jemand (mit abgeschlossener Ausbildung für die Primartstufe) auf eine solche Stelle bewirbt. Ansonsten findet sich vielleicht ein Seiteneinsteiger für Kunst, Sport oder Musik oder ein Kollege einer weiterführenden Schule. Oder die Stelle wird eben nicht besetzt.

Wie bereits erwähnt, auch unsere Schule darf nun ausschreiben. In ganz NRW sind auf diese Weise aktuell 428 Schulen auf der Suche, allein im RegBez Köln sind es 137 Schulen. Wir würden uns natürlich freuen, wenn wir ab Sommer eine Kollegin oder einen Kollegen finden, der sich auf diese Stelle bewirbt. Da die Stellenausschreibung jedoch bei LEO recht trocken rüberkommt, möchte ich die Bekanntheit meines Blogs schamlos ausnutzen, um für diese Stelle Werbung zu machen:

Wir sind eine 3-zügige Schule zwischen Köln und Bonn mit einem tollen Einzugsgebiet. Das Kollegium ist jung, dynamisch und pflegt eine ausgesprochen gute Teamstruktur, wie uns erst vor wenigen Wochen von der Qualitätsanalyse bestätigt wurde. Genau, denn unsere Schule hat die QA gerade erst hinter sich gebracht. Man muss also nicht befürchten, in den nächsten Jahren hierfür mit besonders viel Arbeit rechnen zu müssen. Es ist (fast) alles fertig und wartet darauf, von der neuen Kollegin umgesetzt zu werden. Materialmäßig ist unsere Schule recht gut ausgestattet – und es gibt kein Kopierbudget ;). Es herrschen wirklich gute Arbeitsbedingungen.

Wir können leider keinen Dienstwagen oder irgendwelche Boni anbieten, kein größeres Gehalt als A12 und keine persönliche Assistentin, aber zumindest an jedem Morgen eine freundliche Begrüßung durch den Konrektor!

Wenn Dich diese Stelle interessiert, du schon immer an einer sehr gut durchstrukturierten Schule arbeiten wolltest, an der du in einem guten Arbeitsklima arbeiten kannst, dann bewirb dich doch bitte. Zur Ausschreibung geht es hier entlang: Die Ausschreibung hat die Nummer 3-G-5281.

Wortwolken im Lesetagebuch

Heute stelle ich noch einmal eine kleine Möglichkeit vor, wie sich das Lernen mit digitalen Medien einfach, unkompliziert und mit (fast) jeder technischen Ausstattung in den Unterricht integrieren lässt: Wortwolken für das Lesetagebuch. Eine Wortwolke (oder auch Wordcloud) ist eine grafisch aufbereitete Darstellung eines Textes bzw. einer Wortsammlung. Die Wörter sind in einer Wortwolke in verschiedenen Ausrichtungen und Größen dargestellt, wobei die Größe der Wörter in der Grundeinstellung aus der Häufigkeit resultiert, mit der ein Wort in einem Text vorkommt. Dieses Beispiel ist eine Wortwolke, die aus diesem Blogpost entstanden ist:

Für Wortwolken gibt es zahlreiche Generatoren im Netz, die in der Regel kostenlos und einfach zu bedienen sind. Aus einer Publikation der Stadtbücherei Frankfurt (die ich sehr empfehlen kann) stammt die Idee, diese Wortwolken für die kreative Auseinandersetzung mit Kinder- und Jugendliteratur zu nutzen. Diese Idee habe ich für die Lesetagebuchkartei adaptiert, die ich vor 6 Jahren begonnen habe.

Die Schüler*innen sollen auf wortwolken.com eine Wortliste zu ihrem gelesenen Buch anlegen. Dabei können sie jedem Wort noch zusätzlich noch eine „Gewichtung“ geben, wodurch das Wort dann größer dargestellt wird. Zudem kann der Wortwolke eine bestimmte Form gegeben werden, die im besten Fall auch gut zu dem Buch passt. Die fertig ausgedruckte Wolke kann dann in das Lesetagebuch eingeklebt werden.

Ich habe diese Methode bereits erprobt. Nach einer kurzen Einführung kamen die Kinder sehr gut mit der Bedienoberfläche klar. Ich habe jedoch auch ein Erklärvideo angelegt (und via QR-Code auf der Kartei verlinkt), damit sich in offeneren Unterrichtsszenarien selbstständig eine Erklärung der Methode ansehen können. Das Video eignet sich auch sehr gut, um als Lehrkraft einen Überblick über diese Methode zu bekommen. Daher habe ich mich hier jetzt (vergleichsweise) kurz gefasst.

Das Video und die Kartei stehen unter offener cc-by-sa-Lizenz, dürfen als in allen Kontexten genutzt und auch überarbeitet werden. Anmerkungen und Fragen zur Methode dürfen gerne in den Kommentaren Platz nehmen.

Knobelheft zur schriftlichen Division

Zuallererst bedanke ich mich ganz artig für die Kommentare, Hinweise und Mails zum ersten Heft zur schriftlichen Division. Die Änderungen kommen in den Osterferien dran. Das Knobelheft habe ich am Wochenende beendet (für die Kinder, denen die bloße schriftliche Division noch nicht knobelig genug ist).

Mia-SchriDurch.Knobel-1

Wie immer findet sich alles im Wiki der ZUM.

An dieser Stelle noch einmal der Hinweis auf Mias Knobelkartei, die inzwischen 33 Aufgaben für Klasse 3-4 umfasst und verschiedene Einsatzmöglichkeiten bietet!