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All the small things: das alltägliche, digitale Lernen

Bei der gestrigen Wochenplanung stolperte ich über folgenden Tweet einer sehr geschätzten Grundschulkollegin.

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Rechtschreibung in den Texten der Kinder bewerten

Seit etlichen Monaten treibe ich mich schon mit der Frage herum, wie ich folgende Vorgabe des Lehrplans Deutsch (NRW) im Bereich Leistung fördern und bewerten angemessen umsetzen kann:

Fachbezogene Bewertungskriterien sind insbesondere: Richtig schreiben: die Feststellung, an welcher Stelle auf dem Weg zur normgerechten Schreibung die Schülerinnen und Schüler stehen; Grundlage sind die eigenen Texte.

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#edchatde: Von der Grundschule zur SEK I – Übergänge wirksam gestalten

Am heutigen Dienstag werde ich gemeinsam mit @frandevol zum ersten Mal einen #edchatde moderieren. Der #edchatde ist ein von Herrn Larbig und André Spang initiierter Twitterchat, der sich jeden Dienstag von 20-21 Uhr ein (aktuelles) Thema aus der Bildungswelt vornimmt. Dabei tauschen sich dann in der Regel etwa 80 interessierte Teilgeber zu diesem Thema aus.

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Ein wenig sortierter

Einige aufmerksame Internetnutzer werden vermutlich schon bemerkt haben, dass ich das kleine Seitenprojekt wirksame.schule optisch und vor allem technisch auf völlig neue Beine gestellt habe. In Zukunft möchte ich auch (wieder) auf diesem Seitenprojekt verstärkt Inhalte veröffentlichen. Bisher habe ich ja vor allem hier geschrieben und veröffentlicht, sowohl Material (eher weniger), als auch inhaltliche Auseinandersetzungen und Meinungen. Die rein inhaltlichen, neutralen Dinge sollen nun zu wirksame.schule ausgelagert werden. Auf emrich.in gibt es dann (seltener) Meinungen und Ansichten eines Grundschullehrers.

Auf wirksame.schule steht zudem ein Forum bereit, in dem über (aktuelle) Themen des (Grundschul-)unterrichts diskutiert werden kann. Die Nutzung des Forums ist auch ohne Registrierung möglich. Mit Registrierung ist es natürlich komfortabler.  Zum Forum

Alle Forenbeiträge und alle Artikel werden zudem in die neue Facebookgruppe wirksame.schule gepostet, so dass man als Mitglied der Gruppe bei Neuheiten automatisch benachrichtigt wird und auch dort ein Austausch stattfinden kann. Dabei soll der Fokus der Diskussion weniger auf „Hilfe! Ich habe einen UB und keine Idee!!“ oder „Wie führe ich das M ein“, sondern auch inhaltlich relevanteren Themen liegen. Ich bin mir eigentlich sicher, dass auch hierzu Bedarf bestehen sollte.  Zur Gruppe

Und natürlich sind auch alle Beiträge von wirksame.schule per RSS zu empfangen und somit auch bei den Grundschulblogs vertreten.

Ich würde mich freuen, wenn wirksame.schule aktiv genutzt wird!

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Der MedienMittwoch

Vor knapp einem Jahr hatte ich die Möglichkeit, am LernLabSchule der Bertelsmannstiftung in Berlin teilzunehmen, einer Tagung rund um Schule und digitale Medien. Dort kam in der abschließenden Fishbowl-Runde die Frage auf, wie nachhaltige Lehrerfortbildung in Bezug auf digitale Medien aussehen könnte. Schon damals kam mir die Idee in den Sinn, wieso man nicht (einfach?) das Konzept der Barcamps auf regionaler Ebene installiert und regelmäßig durchführt:

Diesen Gedanken trug ich dann einige Zeit mit mir herum, habe ihn aber immer wieder vor mir hergeschoben, weil beruflich und privat einige Änderungen anstanden. Nun habe ich die Idee in abgewandelter Form umgesetzt und möchte kurz von den Erfahrungen berichten. Weiterlesen

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Über den (Un)Sinn von Lapbooks

Ich habe schon zig mal einen Beitrag über Lapbooks begonnen und dann doch wieder verworfen. Am Ende des Schreibens bin ich mit dem Ergebnis auch nicht wirklich zufrieden. Ich veröffentliche es trotzdem, um Raum für Diskussionen zum Thema zu geben.

Lapbooks waren/sind ein kleines Hype-Thema in der Grundschule. Innerhalb der Filterblase der Grundschulblogs sind diese relativ wenig umstritten. Man feiert sich gegenseitig für (optisch) besonders gelungene Gestaltungen. Verlässt man diesen Bereich jedoch, dann finden sich durchaus Stimmen, die die in Deutschland relativ junge Präsentationsmethode äußerst kritisch reflektieren. Ich konnte mit dieser Methode nie so richtig warm werden. Jedoch habe ich meine Gedanken zu dem Thema nie in einen „runden“ Artikel bringen können. Aber eine aktuelle Veröffentlichung im Verlag an der Ruhr schreit geradezu nach einer kritischen Betrachtung. Weiterlesen

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Filme ansehen – mit Strategie?

Bei der Arbeit an den Lernportfolios zu den Römern durften die Schüler*innen von Herrn Emrich auch im Netz recherchieren. Dabei wurden auch diverse Sachfilmbeiträge entdeckt und schnell kam die Frage auf, ob man die denn auch anschauen dürfe. Dies wurde nicht verneint, denn ein (guter) Sachfilm bietet mit Sicherheit ebenso gute Informationen wie ein Sachtext. Gebannt schaute man sich daher dann verschiedene Filmbeiträge an, wie zum Beispiel diesen hier. Im Anschluss daran fiel es den Kindern jedoch gar nicht leicht, die Informationen des Films für die Gestaltung der Portfolios zu nutzen. Und eigentlich ist das auch nicht verwunderlich, oder? Weiterlesen

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Von Jugendwörtern und zeitgemäßem Unterricht

Mit etwas Belustigung habe ich in den vergangenen Tagen die Wahl zum Jugendwort 2016 wahrgenommen. Eigentlich ist es ja ziemlich egal, ob nun der Tintling am fly ist oder ein Googleschreiber eine Vollpfostenantenne und einen Hopfensmoothie in der Hand hält. Heute fühlte ich mich jedoch jäh an eines der zur Auswahl stehenden Wörter erinnert: Internetausdrucker.

Ja, auch ich bin ein Internetausdrucker und ich erziehe gerade 27 unschuldige Wesen zu ebensolchen Internetausdruckern. Und ich schäme mich dafür, doch eigentlich kann ich auch wiederum nichts dafür. Ich möchte doch nur (einigermaßen) zeitgemäßen Unterricht machen und die Vorgaben des Lehrplans (einigermaßen) umsetzen. Mit dem, was mir so zur Verfügung gestellt wird.

In der Praxis möchte ich die Kinder dazu anleiten, ein Lernportfolio/Forscherheft zum Thema „Römer“ zu erarbeiten. Teils gemeinsam, teils individuell. Dafür braucht man natürlich Quellen. Die Kinder haben eifrig Bücher mitgebracht, aber auf 27 Stück komme ich natürlich nicht. Bei 27 Kindern und individueller Arbeit bräuchte ich dieser aber annähernd. Zum Glück gibt es ja das Internet mit vielen tollen Seiten (z.B. die wunderbare Seite kinderzeitmaschine.de). Und ich kann sogar zeitweise den Medienraum unserer Schule „buchen“ und dort mit den Kindern arbeiten. Da er als Multifunktionsraum angelegt ist, kann man dort sowohl digital als auch analog arbeiten und „echt was schaffen“. Aber das geht leider nicht in allen Stunden. Was machen also die Kinder? Sie drucken Internetseiten aus, um sie auch in den anderen Stunden als Quelle zu nutzen. Sie werden zu astreinen Internetausdruckern.

Dabei könnte es so einfach sein: 10 Tablets in die Klasse, WLAN mit einigermaßen flotter Verbindung dabei und schon könnten die Kinder das Internet als Quelle genau dann nutzen, wenn sie es brauchen. Wenn sie merken, dass sie mehr Informationen brauchen, dann könnten sie genau zu diesem Zeitpunkt danach suchen und müssten nicht darauf warten, bis sie zu Hause wieder das Internet ausdrucken können. Und es wird noch verrückter: die Kinder könnten sogar Videos und Podcasts als Wissensquelle nutzen und diese für ihr Portfolio nutzen. Videos lassen sich halt wahnsinnig schlecht ausdrucken.

Und so ganz nebenbei würden die Kinder vermutlich wesentlich mehr Medienkompetenz erwerben, als wenn sie alle Papier-und-Bleistift-Arbeitshefte der großen Verlage durchgearbeitet hätten. Sie würden die Qualität von Quellen vergleichen, Suchstrategien entwickeln, Hypertexte lesen (und hoffentlich verstehen) und könnten eben genau die Geräte für sinnvolle Tätigkeiten nutzen, mit denen sie ja (angeblich) zu Hause nur spielen.

Aber solange „da oben“ niemand auf die Idee kommt, Schulen (und vor allem auch Grundschulen) endlich einmal zeitgemäß auszustatten, solange züchten wir einfach die nächste Generation von Internetausdruckern heran.

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Der (leidige) erste Schritt der Gruppenarbeit

Für die Schülerinnen und Schüler beginnt eine Gruppenarbeit oft als Erstes mit dem Finden einer geeigneten Gruppe. Um eine möglichst sinnvolle Zusammensetzung zu erhalten, können Lehrkräfte hierzu bereits im Vorfeld Überlegungen anstellen und in (aufwändiger) Heimarbeit Namen von der einen in die nächste Gruppe schieben. Heute habe ich gelernt, dass es dazu auch eine tolle App gibt, die dabei sehr gute Unterstützung bietet. Vorgestellt wurde diese App auf dem Portal Handysektor.

Die App Teamshake (erhältlich für iOS und Android) kann Gruppen unter Berücksichtigung zahlreicher Faktoren zusammensetzen. Das macht sie nicht kostenlos, aber für 0,76€ bzw. 0,99$ erhält man hier einen angemessenen Gegenwert.

Zu Beginn muss man natürlich die Schüler der Lerngruppe eintragen. Wichtig: Um den Anforderungen der Datenschutzgesetze zu genügen, sollte man hier u.U. auf Pseudonyme zurückgreifen, deren Bedeutungen nur der Lehrkraft bekannt sind. Zu jedem Schüler kann nämlich nicht nur das Geschlecht eingetragen werden, sondern auch der Leistungsstand (in Stufen) und eine Angabe, mit welchem Mitschülern der betreffende Schüler unter keinen Umständen oder auf jeden Fall in einer Gruppe landen soll. Dies sind natürlich sensible Daten, die nicht unbedingt in fremde Hände bzw. auf ein privates Smartphone gehören. Auf diese Weise kann die gesamte Lerngruppe mit zahlreichen Bedingungsfaktoren angelegt werden. Da die App in der Lage ist, mehrer Listen auf einmal zu verwalten, können auf diese Weise auch verschiedene Lerngruppen oder Listen zu den verschiedenen Fächern angelegt werden.

Auf Grundlage dieser Listen können dann Gruppen in einer bestimmten Gruppenstärke angelegt werden. Dabei ist die App in der Lage, bestimmte Vorgaben zu berücksichtigen: ausgeglichene Anzahl Junge/Mädchen, ausgewogenes Leistungsprofil oder eben das genau Gegenteil.

Die App macht genau das, was sie soll. Teams werden zuverlässig erstellt und die Teamlisten lassen sich als Text- oder Bilddatei exportieren, so dass sie sich auch für die weitere Unterrichtsplanung und -durchführung verwenden lassen.