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Beitrag gelöscht

Da der gestrige Beitrag scheinbar unglücklich und missverständlich formuliert war und eine andauernde Erklärung und Erläuterung im Kommentarbereich nicht zielführend erscheint, habe ich ihn kurzerhand gelöscht, denn wichtig und neu waren die dortigen Überlegungen und Gedanken nun auch nicht. Einiges davon stand schon vor 2 Jahren in den 7 Thesen zur Materialerstellung, die nach wie vor für aktuell und diskutierenswert erachte.

Sollten sich durch den gestrigen Beitrag Blogger*innen persönlich angegriffen gefühlt haben, so möchte ich mich hierfür an dieser Stelle entschuldigen. Ich wollte lediglich den Hinweis anbringen, dass hinter einem profan anmutenden Material manchmal ein wesentlich komplexeres (und wichtigeres) Konzept steht, das nicht in Vergessenheit geraten sollte.

 

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Brainstorming: eine Schulhomepage für Kinder

Heute möchte ich einmal etwas Neues probieren. Nach langer Suche habe ich vorhin endlich ein Tool ausfindig gemacht, mit dem man eine „digitale Pinnwand“ führen kann. Mit padlet lässt sich so (kostenlos) ein Braimstorming durchführen. Auf dem unten dargestellten Board kann jeder User durch Doppelklicken einen Zettel hinzufügen. Das ist mutig, aber ich hoffe mal, dass Spamnachrichten ausblieben, ansonsten müsste ich diese Einstellung leider ändern. Die Idee ist, auf diese Weise zu einer Themenstellung zu brainstormen.

Antesten möchte ich das mal mit der Idee einer Kinder-Schulhomepage. Bisher ist mir erst eine Schule untergekommen, die eine solche Seite führt: die Maria-Montessori-Grundschule Berlin. Dort werden in erster Linie Links zu allerlei Themen gesammelt. Andere Schulen haben auf der Schulhomepage einen Kinderbereich, in dem auch Links gesammelt werden oder einzelne Klasse ihre Lernprodukte vorstellen.

Was so eine Kinder-Schulhomepage noch leisten könnte, würde ich gerne auf diesem Padlet sammeln. Vielleicht kommen so einige Ideen und Anregungen zustande, die eine Kinder-Schulhomepage zu einem sinnvollen Bestandteil des schulischen Medienkonzeptes werden lassen:

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Die Lizenz zum Ärgern?

Seit Mitte Mai schwappt eine Meldung durch die Presse, die nun in (Teilen von) NRW auch in den Schulen publik gemacht wurde. Es geht um den Umgang mit Bildern (und im Grunde auch anderen Werken), die unter creativecommons-Lizenz (einer sogenannten cc-Lizenz) veröffentlicht wurden.

CC-Lizenz, was ist das?

Für eine ausführliche Erklärung empfehle ich die offizielle Seite der creative commons oder die Erläuterungen von Andreas Kalt. Kurz gesagt: Mit Hilfe einer CC-Lizenz kann ich meine Werke anderen Menschen kostenlos oder zum Kauf anbieten und ihnen dabei bestimmte Rechte einräumen. Gewissermaßen ist es ein vorgefertigter Kauf- bzw. Nutzungsvertrag, der dem Nutzer bestimmte Rechte einräumt. Eingeräumt wird immer das Recht, das Werk weiterzuverbreiten. Dabei muss immer der Name des Autors genannt werden. Die Weiterverbreitung kann nur in einem begrenzten Rahmen eingeschränkt werden: kommerzielle Nutzung kann bspw. ausgeschlossen werden oder die Bearbeitung des Werkes. Die Weitergabe als solches kann aber nicht weiter eingeschränkt werden, z.B. dass das Werk nur im Rahmen des Unterrichts an Schüler weitergeben werden darf.

Abmahnung droht

Elementarer Bestandteil der cc-Lizenzen ist jedoch immer, dass der Name des Autors mit Angabe eines Werktitels und mit Verweis auf die Lizenz erfolgen muss. Die Nennung sollte im besten Fall direkt am Werk erfolgen, kann aber auch im Rahmen eines Quellenverzeichnisses geschehen. Der viel wichtigere Punkt ist jedoch: der Autor kann Zusatzregeln für die Namensnennung festlegen. Er kann z.B. die Angabe eines Links zu seiner Homepage verlangen oder festlegen, dass die Quelle in jedem Fall am Werk genannt werden muss. Und exakt dies ist der Punkt, weswegen man auch wegen der an sich sehr offenen und freien cc-Lizenzen abgemahnt werden kann. Verstößt man gegen die Auflagen der Namensnennung, so verstößt man auch gegen die gesamte Lizenz. Hier sind zwei sehr aktuelle Fälle genannt, in denen es zu erfolgreichen Abmahnungen kam. Bislang betrifft es vor allem Bilder auf Homepages (auch Schulhomepages), es könnte aber auch durchaus Bilder in PDF-Dateien betreffen. Streng genommen könnte man auch für ein Arbeitsblatt abgemahnt werden, das man nur für seinen Unterricht erstellt hat und nur in diesem Rahmen verteilt hat.

Eine weitere Falle könnte sein, dass man selbst Material mit cc-Lizenz veröffentlichen will, darin aber Bilder verwendet, die nicht unter einer solchen Lizenz stehen. Wenn ich beispielsweise bei fotolia Bilder gekauft habe und in meiner Datei verwende, dann darf ich diese Datei nicht als cc-Material anbieten, da ich damit das Bild unterlizensieren würde, was bei fotolia nicht erlaubt ist.

Auf Nummer sicher gehen

Natürlich sind die Abmahnungen Einzelfälle. Aber dennoch ist Vorsicht geboten. Sollte dieses „Geschäftsmodell“ Nachahmer finden, könnte es sich für graue Schafe durchaus lohnen, bewusst Fallen im Internet zu stellen.

Wer cc-Material nutzen oder selbst welches erstellen will, der sollte sich zuvor unter den o.g. Links mit den Lizenzen beschäftigen. Mit dem Lizenzhinweisgenerator gibt es ein hilfreiches Tool, mit dessen Hilfe sich gültige Lizenzhinweise zu cc-lizensiertem Material erstellen lassen. Einfacher geht es kaum noch. Und dann hat man auch keine Lizenz zum Ärgern mehr.

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Arbeitspläne für alle Fächer – völlig umsonst!

Derzeit darf ich mich wieder einmal ein wenig mit dem Thema „Arbeitspläne“ beschäftigen. Mancherorts werden diese Dokumente auch schulinterne Curricula oder schuleigene Lehrpläne genannt. In NRW ist durch §29 des Schulgesetzes geregelt, dass jede Schule einen solchen Plan erstellen und pflegen muss. Ich vermute, dass es in anderen Bundesländern ähnliche Regelungen gibt.

Bei der Beschäftigung mit dem Thema könnte einem die Frage kommen, ob der Arbeitsplan so heißt, weil er bei der Erstellung so viel Arbeit macht oder weil er hinterher hilfreich bei der Arbeit mit den Schülern ist. Man könnte hierzu vielleicht mal eine Umfrage starten: a) Wo findest du die Arbeitspläne deiner Schule? b) Wann hast du zuletzt hineingesehen? Werden also vielleicht in einem Arbeitsplan Vereinbarungen und Absprachen getroffen, die nachher einfach nicht eingehalten werden, weil es jeder Kollege so macht, wie er es kennt/für richtig hält? Oder sind Arbeitspläne bewusst so allgemein/vage gehalten, dass sie für die konkrete Ausgestaltung des Unterrichts nur wenige Anhaltspunkte bieten? Wenn man den Arbeitsplan nur für das im Headerbild dargestellte Archiv erstellt und damit (widerwillig) die Vorgaben der Administration erfüllt, dann hat der Arbeitsplan vermutlich tatsächlich seinen Namen, weil er so viel Arbeit macht. Weiterlesen

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Wissensforscher – Lernen mit digitalen Medien ritualisieren

Vor wenigen Tagen habe ich im Blog der Tigerklasse das Heftchen zu EM entdeckt. Das Gute daran war, dass Gabi es nicht als Download angeboten hat. Denn auf diese Weise musste ich mich selbst an die Erstellung eines solchen Heftchens machen und konnte es direkt ein wenig verändern. Keine Sorge: Ich habe das OK der Urheberin eingeholt.

WissensforscherWenn ich die Arbeit mit dem Heft, wie im Titel geschehen, als Lernen mit digitalen Medien deklariere, dann werden sich einige Hardliner und Vorkämpfer aus diesem Bereich müde lächelnd abwinken. Dort heißt Lernen mit digitalen Medien: Ebook-Erstellung, Dinge in Minecraft nachbauen, Blogs führen, Podcasts aufnahmen usw. usf. Ja, das würde ich auch gerne machen, keine Frage. Ich habe auch lange mit mir gerungen, ob ich das Heftchen wirklich als „Lernen mit digitalen Medien“ anpreisen möchte. Aber ich bin zu dem Schluss gekommen, dass es doch zur Thematik passt. Denn mit Hilfe des Heftes kann ich immerhin drei Kompetenzen aus dem Medienpass NRW anbahnen:

  • Schülerinnen und Schüler wenden Basisfunktionen des Internets an (Angabe der vollständigen URL, Nutzung von Links, Suchmaschinen).
  • Schülerinnen und Schüler recherchieren unter Anleitung in altersgemäßen Lexika, Kindersuchmaschinen und Bibliotheksangeboten.
  • Schülerinnen und Schüler entnehmen Medien gezielt Informationen und geben sie wieder.

Natürlich nutzen die Kinder die digitalen Medien nur im begrenzten Umfang, nämlich um ein Arbeitsblatt mit den vom Lehrer gewünschten Informationen zu füttern (wie oldschool!), aber auch dabei können die Schüler schon etwas über den Umgang mit dem Medium Internet und den nötigen Endgeräten lernen. Jeder fängt mal klein an.

Das Heft selbst ist bewusst so angelegt, dass es sowohl offenere Rechercheaufgaben, als auch geschlossenere Aufgaben gibt, bei denen mögliche Quellen explizit benannt werden. Bei den offeneren Aufgabenstellungen ist es die Aufgabe der Schüler eine geeignete Quelle im Internet oder in Printmedien zu finden. Es wird also nicht per se ein bestimmtes Quellmedium eingefordert.

WissensforscherLinks werden in dem Heft als QR-Codes dargestellt. Auf diese Weise sollen die Schüler dazu angeregt werden, die Recherche mit ihren eigenen digitalen Endgeräten (Smartphone oder Tablet) durchzuführen. Auf diese Weise erfahren sie diese nicht nur als Spielgerät oder reines Unterhaltungsmedium, sondern auch als Hilfsmittel des Lernens.

In meinen Überlegungen dachte ich bereits darüber nach, ob man nicht zu einer gewissen Bandbreite an Themen solche Hefte gestalten kann und sich die Schüler dann nach persönlichen Vorlieben ihr Heft auswählen können, an dem sie im Rahmen der Freiarbeit/Wochenplanarbeit arbeiten möchten. Auf diese Weise ließen sich dann auch die Medieninseln in den Unterricht einbinden, die mancherorts ja ein eher staubiges Dasein fristen. Mal sehen wie sich die Arbeit mit dem Heft so bewährt und wer ggf. mithelfen möchte. Ich habe nämlich nicht nur eine PDF-Datei veröffentlicht, sondern auch die Quelldatei, die sich mit Publisher nach Herzenslust bearbeiten lässt.

Gespannt bin ich auch und vor allem auf kritische Rückmeldung … so ganz überzeugt bin ich von der Idee nämlich noch nicht.

Die Datei und alles weitere ist hier zu finden: Grundschullernportal

PS: Noch einmal ein dickes Danke an Gabi!!!

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Diskussionskultur?

Die Geschichte der Grundschulblogs ist eine Geschichte voller Missverständnisse. So scheint es mir zumindest. Mein Verständnis eines Blogs ist es, dass der Autor einen Sachverhalt zu berichten hat (am besten einen mit einer gewissen Relevanz) und diese Gedanken gerne mit anderen Personen teilen möchte. Der Leser kann dann (wenn er dies für nötig hält) in einem Kommentar dazu Stellung beziehen: zustimmend, ablehnend, anregend, abwertend … das ist die Entscheidung des Lesers. Der Autor oder andere Leser können dies dann ebenfalls kommentieren und als Ergebnis erhält man eine angeregte und im besten Fall sachliche Diskussion, die für alle Beteiligten hilfreich sein kann. Früher fand sowas mal in den Foren statt, aber die sind ja scheinbar schon länger tot.

Heute gibt es Blogs (und Facebook). In einem solchen Blog wurde vor einigen Tagen ein Material vorgestellt. Die ersten Kommentare waren schnell darunter. Man bedankte sich schnell und artig und lobte die Qualität des Materials. Eine Qualität, die ich aus meiner Sicht in dieser Ausprägung nicht sah. Als Anregung schrieb ich dies unter die bereits vorhandenen Kommentare. In einer ersten Reaktion wurde mir dann empfohlen, ich möge ein verbessertes Material doch einfach selbst erstellen. Nachdem ein weiterer User dann bemerkte, dass dies keine fachlich passende Antwort sei, kam dann folgende Reaktion:

Und darüber [über fachliche Fragen; Anm. von Herrn Emrich] brauch ich hier auch nicht zu diskutieren. Ich zeige euch, was ich […] hergestellt habe, ihr verwendet es oder auch nicht, und gut.

Folgende Einschätzung des anderen Kommentators muss ich leider teilen:

Schade ist, dass wie immer keine fachliche Diskussion stattfindet.

In den meisten Fällen dienen die Kommentarspalten der „ultimativen Lobhuddelei“. Manchmal beschweren sich die Autoren sogar, wenn diese ausbleibt. Wenn dann einmal konstruktive, fachliche Kritik geäußert wird, dann heißt es leider schnell „Du musst das Material ja nicht nutzen“ oder „Du musst ja diesen Blog nicht lesen“.

Ich finde das wirklich bedauerlich, denn in der fachlichen Auseinandersetzung liegt ja nicht nur das Potential, sich selbst weiterzuentwickeln, sondern auch den fachfremd unterrichtenden Kollegen aufzuzeigen, worauf es im jeweiligen Fach (auch) ankommt.

Das wollte ich jetzt einfach mal geschrieben haben. Außerdem lenkt es so wunderbar vom Zeugnisschreiben ab :).

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Lernarrangement Vorgangsbeschreibungen

Für das Grundschullernportal der ZUM habe ich versucht, meine fast abgeschlossene Reihe zu den Vorgangsbeschreibungen einmal als Lernarrangement darzustellen. Dabei wollte ich nicht nur bloß das gesammelte Material darstellen, sondern vor allem auch die dahinterstehende Idee und Verknüpfungen zu den Bildungsstandards der KMK herstellen (eigentlich wären Verbindungen zu den Kernlehrplänen hilfreicher, aber da es in Deutschland 16 verschiedene Lehrpläne gibt, erschienen mir die Bildungsstandards ein geeigneterer Anker).

Die entstandene Seite findet sich hier: http://grundschullernportal.zum.de/wiki/Vorgangsbeschreibung Sie darf gerne überarbeitet, ergänzt und diskutiert werden!

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Ein kurzer Bericht zum Schulwiki

In der fernen Vergangenheit habe schon einige wenige Artikel zu unserem Schulwiki geschrieben, in letzter Zeit ist es jedoch ein bisschen ruhiger um das Projekt geworden. Dies soll jedoch nicht bedeuten, dass das Projekt eingeschlafen oder gar gestorben ist. Vielmehr läuft es einfach: alle wichtigen Konzepte sind integriert, hin und wieder werden Ergänzungen vorgenommen und die Kollegen finden Material und Unterlagen zumeist selbständig (manchmal mit dem kleinen Hinweis, dass das Dokument XY doch im Wiki verlinkt ist).

Nun ist es aber Zeit für eine kleine Erweiterung des Wiki-Konzepts, da die QA an unsere Schule kommen wird. Maßgebliche Grundlage für die Arbeit der QA ist das Qualitätstableau NRW. Dabei handelt es sich um eine Sammlung von 151 Qualitätskriterien in aus 6 Bereichen, eingruppiert in 26 Aspekte. (Anmerkung des Autors: Wieso es in NRW dann zusätzlich noch den Referenzrahmen Schulqualität gibt, der sich zwar in Teilen überschneidet, aber auch Unterschiede aufweist, hat sich mir bisher nicht erschlossen). Nicht alle der Kriterien werden überprüft, jedoch sind immerhin 38 Kriterien sogenannte Pflichtkriterien.

Wichtigste Frage ist dementsprechend nun: Welche Kriterien erfüllen wir und in welcher Ausprägung tun wir dies? Hier kann das Schulwiki eine wichtige Unterstützung sein, denn dort sind (im besten Fall) alle Konzepte, Curricula und sonstige Absprachen und Festlegungen gesammelt. Sie lassen sich auf diese Weise einfach mit Qualitätstableau verknüpfen. So lässt sich dann ermitteln, in welchem Bereich noch Entwicklungspotential vorhanden ist.

SchulWiki-QA1Ich habe aus diesem Grund das gesamte Qualitätstableau in einer Wikiseite dargestellt. Die verschiedenen Bereiche habe ich farblich differenziert dargestellt, ebenso werden Pflichtkriterien optisch hervorgehoben. Innerhalb eines jeden Kastens kann für einen ersten Blick notiert werden, in welcher Weise die eigene Schule dieses Kriterium in ihrer Arbeit berücksichtigt/umsetzt. Über ein kleines Icon kann zudem deutlich gemacht werden, dass derzeit ein Entwicklungsprozess bezogen auf das Kriterium stattfindet.

SchulWiki-QA2Ferner habe ich zu jedem Kriterium eine Detailseite angelegt. Hier wird dann bezogen auf das QA-Kriterium dargestellt, welche Entsprechungen es im Referenzrahmen Schulqualität gibt. Dieser bietet nämlich über seine aufschließenden Aussagen weitere Anhaltspunkte, welche Aspekte und Fragestellungen das Kriterium umfassen kann. Darauf aufbauend ist auf der Detailseite dann ausführlicher dargestellt, welche Bausteine der eigenen Schul- und Unterrichtsentwicklung zu dem Kriterium zugeordnet werden können. Selbstredend sind entsprechende Verlinkungen zu den Konzepten, Curricula und Absprachen gesetzt.

Auf diese Weise kann ein schneller Überblick gelingen, wenn es um schulische Qualitätsentwicklung bzw. -sicherung geht. „Blinde Flecken“ können so ggf. schneller aufgespürt und verbessert werden.

Sollte Interesse bestehen, kann ich das Listing des Tableaus und der verwendeten Vorlagen gerne hier einstellen. Erstellt sind diese mit Mediawiki.

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Kurztipp: Bundesjugendspiele digital

Das derzeitige sommerliche Wetter läutet so langsam aber sicher auch wieder eine alte Tradition an den Schulen ein: die Bundesjugendspiele. Über das Für und Wider möchte an dieser Stelle nicht diskutieren, sondern euch einen kurzen (aber heißen) Tipp für die Durchführung geben. Das Familienministerium betreibt eine eigene Seite zu den Bundesjugendspielen. Dort kann man nicht nur alle Informationen und Dokumente zur Durchführung abrufen und Urkunden bestellen, sondern auch die Schülerdaten und -ergebnisse verwalten. Hierzu legt man sich ein kostenloses Nutzerprofil an, erstellt seine Klasse und den Wettkampf. Wichtig: man kann auch Fantasienamen und Abkürzungen wählen, um ggf. den Erfordernissen das Datenschutzes gerecht zu werden.

Der Clou ist nun: In den Appstores von Google und Apple findet man eine kostenlos App, die man mit dem erstellten Nutzerkonto synchronisieren kann. Während der Durchführung der Spiele kann man die Ergebnisse der Kinder direkt in die App seines Smartphones oder Tablets eintragen und dann auf das Portal übertragen. DIe Fummelei mit Klemmbrett und zig Wettkampfkarten entfällt. Man muss während der Eingabe der Ergebnisse nicht online sein, die Übertragung in das Portal kann auch im Nachhinein erfolgend. Die Berechnung der Gesamtpunktzahl und die Zuordnung zu den Urkunden geschieht dann völlig automatisch mit wenigen Mausklicks. Man spart sich auf diese Weise sehr viel Rechnerei und Nachblätterei. Zudem kann man sich auch diverse Auswertungen und Rankings erstellen lassen. Einmal eingetragene Schülerdaten lassen sich dann im nächsten Jahr erneut nutzen.

Ich habe die App selbst bei unserem Sportfest in der vorigen Woche genutzt und bin vollauf begeistert.

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Vorgangsbeschreibung und Video – mal anders

Eine Kleinigkeit zum Medieneinsatz in Bezug auf Vorgangsbeschreibungen möchte ich noch anbieten: Vorgangsbeschreibungen zu einem Video schreiben.

Typisch sind wohl folgende Settings, um mit den Kindern Vorgangsbeschreibungen zu schreiben:

  • die Kinder haben den Vorgang noch nie selbst durchgeführt und müssen sich alles selbst ausdenken (Fantasierezepte).
  • die Kinder müssen sich an den Vorgang der Erstellung erinnern. Dieser liegt schon einige Zeit zurück.
  • die Kinder sehen den Vorgang auf Bildern oder Zeichnungen (haben ihn aber im besten Fall auch schon einmal selbst durchgeführt), müssen diese Bilder interpretieren und aus dieser Interpretation eine Vorgangsbeschreibung erstellen.
  • die Kinder schauen bei der Durchführung des Vorgangs durch eine andere Person zu, stellen ggf. Nachfragen und schreiben dann auf Grundlage ihrer Beobachtungen eine Vorgangsbeschreibung.
  • die Kinder führen den Vorgang selbst durch (kochen ein Gericht oder basteln einen Gegenstand) und erstellen im Anschluss die Vorgangsbeschreibung.

Alle genannten Vorgehensweisen haben mit Sicherheit ihre Vor- und Nachteile. Gerade für schwache Schreiber ist es wohl am hilfreichsten, wenn sie die Einzelschritte der Zubereitung selbst durchführen mussten. Sie müssen dann nur (die Erinnerung an) eine konkrete Handlung in verbale Beschreibung überführen und aufschreiben.

Da ich gerne mit digitalen Medien im Unterricht experimentiere, wollte ich ich den oben genannten Vorgehensweisen eine weitere hinzufügen:

Ich habe ein tonloses Erklärvideo gedreht, in dem ich einen Tee zubereite. Tonlos, damit die Kinder nicht einfach bloß meine Formulierungen übernehmen. Tee, damit die Kinder sich bei der sehr einfachen Tätigkeit auch einmal bewusst auf alle Details konzentrieren können. Auf diese Weise kann man dann sehr schön reflektieren, welche Informationen in einem guten Rezept sinnvoll sind und welche man nicht zwingend aufschreiben muss (Adressatenorientierung).

Das Video habe ich zuerst zweimal mit allen Kindern an der Tafel angeschaut. Danach konnten die Kinder mit dem Schreiben der Vorgangsbeschreibung beginnen. Hatten Kinder während des Schreibvorgangs Schwierigkeiten sich an die Details zu erinnern, dann konnte ich ihnen eines meiner drei Tablets auf ihrenTisch geben, so dass sie das Video erneut anschauen konnten. Optimal wäre natürlich jetzt, wenn man zumindest einen halben Klassensatz Tablets zur Verfügung hätte. Aber auch so erhielten die schwächeren Schreiber eine gute Unterstützung im Schreibprozess.

Das Video habe ich unter creativecommons-Lizenz bei Youtube hochgeladen, so dass es genutzt, aber auch bearbeitet werden darf. Zum Schreiben der Texte haben die Kinder ein vorstrukturiertes Schreibblatt und eine Kriterienliste zur Selbstkontrolle genutzt.

thumbnail of AB 3 – Vorstrukturiertes Schreibpapier thumbnail of AB 0 – Selbsteinschätzungsbogen