Ab dem neuen Schuljahr: Anonyme Einschulung möglich

— Dieser Beitrag war natürlich als Aprilscherz gedacht. Allerdings hat es sich gezeigt, dass es schon durchaus Fälle gibt, in denen so vorgegangen wird. Wer weiß, vielleicht ist es in 1-2 Jahren wirklich so weit, dass Eltern hier wählen können … —

Wer denkt, dass mit der am 25. Mai in Kraft tretenden DSGVO und dem seit Januar geltenden Erlass zum Datenschutz in NRW das Ende der Datenschutz-Fahnenstange erreicht ist, der hat sich leider getäuscht. Wie heute bekannt wurde, wird es ab dem kommenden Schuljahr für Erziehungsberechtigte möglich sein, das eigene Kind anonym zur Schule anzumelden. Auf diese Weise soll größtmöglicher Datenschutz für das Kind gewährleistet werden, da alle schulisch erhobenen und gespeicherten Daten nur noch mit einer 12-stelligen ID-Nummer verknüpft sind. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, dass Eltern die ID-Nummer mit einem frei wählbaren Fantasienamen verknüpfen können. Insbesondere in der Grundschule möchten die Kinder wohl eher nicht mit 185984850XC4 angesprochen werden, sondern vielleicht eher als „Darth Vader“, „Super Mario“ oder „Angela Merkel“. Alle Lehrkräfte, pädagogischen Mitarbeiter, aber auch die Mitschüler kennen das Kind dann nur noch unter ID-Nummer oder Fantasienamen. Die richtige Identität des Kindes ist nur noch den Eltern und der Schulleitung bekannt.

Wie der Anonymisierungprozess konkret aussehen soll ist jedoch noch nicht festgelegt. Die dazugehörende Dienstanweisung wird derzeit noch ausgearbeitet. Geplant ist wohl, dass die Schulleitung bei der Anmeldung die Echtheit der Geburtsurkunde bestätigt und daraufhin ein Anonymisierungszertifikat ausstellt, welches die einzige Verknüpfung zwischen Klarnamen und ID darstellen soll. Dieses Zertifikat darf nur handschriftlich ausgestellt werden. Darüberhinaus darf die wahre Identität des Schulneulings keinen weiteren Personen bekanntgegeben werden. Zeugnisse, Gutachten und weitere Dokumente, die nun auf die ID-Nummer ausgestellt werden, erhalten dann gemeinsam mit dem Zertifikat ihre Gültigkeit.

Auf Seiten der Politik begrüßt mit diesen nächsten großen Schritt in Richtung Datenschutz. Staatssekretär K. Nauserig sagte hierzu: „Auf diese Weise dürfen Lehrkräfte auch wieder ihre heimischen Geräte zur Datenverarbeitung einsetzen, da es sich ja nun nicht mehr auf personenbezogene Daten handelt.“

Derzeit werden noch offene Fragen geklärt, wie zum Beispiel die Frage, ob im Rahmen der Anonymisierung auch Masken und Stimmverzerrer genutzt werden dürfen. Alle weitergehenden Informationen werden bundesweit zentral auf dieser Seite gesammelt.

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6 Antworten

  1. FrauS sagt:

    Der war wirklich gut und sehr kreativ!
    Frohe Ostern 😉

  2. Schulmanege sagt:

    Das ist mal ein passender Aprilscherz! Hab sehr gescmunzelt. Vielen Dank dafür!

  3. Frau Urbi sagt:

    Super! 😂 Ich möchte auch nur noch unter einer Kenn-Nummer oder einem Fantasienamen unterrichten! Dann nenne ich mich Frau Knüppelkuh oder Fräulein Rottenmeier! 😂

  4. Henriette sagt:

    Ich bin voll drauf reingefallen! Der Zusatz mit dem Stimmverzerrer schien mir aber total absurd…Trotzdem hab ich es für voll genommen!

  5. Sandra sagt:

    Toller Aprilscherz, sehr passend zur aktuellen Lage 😂

  6. Bettina sagt:

    Wer weiß, über kurz oder lang vielleicht kein Aprilscherz mehr – bei den Blüten, die der Datenschutz mittlerweile treibt.

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