Wortwolken im Lesetagebuch

Heute stelle ich noch einmal eine kleine Möglichkeit vor, wie sich das Lernen mit digitalen Medien einfach, unkompliziert und mit (fast) jeder technischen Ausstattung in den Unterricht integrieren lässt: Wortwolken für das Lesetagebuch. Eine Wortwolke (oder auch Wordcloud) ist eine grafisch aufbereitete Darstellung eines Textes bzw. einer Wortsammlung. Die Wörter sind in einer Wortwolke in verschiedenen Ausrichtungen und Größen dargestellt, wobei die Größe der Wörter in der Grundeinstellung aus der Häufigkeit resultiert, mit der ein Wort in einem Text vorkommt. Dieses Beispiel ist eine Wortwolke, die aus diesem Blogpost entstanden ist:

Für Wortwolken gibt es zahlreiche Generatoren im Netz, die in der Regel kostenlos und einfach zu bedienen sind. Aus einer Publikation der Stadtbücherei Frankfurt (die ich sehr empfehlen kann) stammt die Idee, diese Wortwolken für die kreative Auseinandersetzung mit Kinder- und Jugendliteratur zu nutzen. Diese Idee habe ich für die Lesetagebuchkartei adaptiert, die ich vor 6 Jahren begonnen habe.

Die Schüler*innen sollen auf wortwolken.com eine Wortliste zu ihrem gelesenen Buch anlegen. Dabei können sie jedem Wort noch zusätzlich noch eine „Gewichtung“ geben, wodurch das Wort dann größer dargestellt wird. Zudem kann der Wortwolke eine bestimmte Form gegeben werden, die im besten Fall auch gut zu dem Buch passt. Die fertig ausgedruckte Wolke kann dann in das Lesetagebuch eingeklebt werden.

Ich habe diese Methode bereits erprobt. Nach einer kurzen Einführung kamen die Kinder sehr gut mit der Bedienoberfläche klar. Ich habe jedoch auch ein Erklärvideo angelegt (und via QR-Code auf der Kartei verlinkt), damit sich in offeneren Unterrichtsszenarien selbstständig eine Erklärung der Methode ansehen können. Das Video eignet sich auch sehr gut, um als Lehrkraft einen Überblick über diese Methode zu bekommen. Daher habe ich mich hier jetzt (vergleichsweise) kurz gefasst.

Das Video und die Kartei stehen unter offener cc-by-sa-Lizenz, dürfen als in allen Kontexten genutzt und auch überarbeitet werden. Anmerkungen und Fragen zur Methode dürfen gerne in den Kommentaren Platz nehmen.

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5 Antworten

  1. Susanne sagt:

    Tolles Programm und sehr gute anschauliche Erklärung im Video!

  2. Alexandra sagt:

    Hallo Florian, super Tipp, danke. Hier eine Webseite auf der viele andere Ideen stehen, wie man Wortwolken im Unterricht einsetzen kann. https://21centuryedtech.wordpress.com/2012/05/21/108-ways-to-use-word-clouds-in-the-classroom-word-clouds-in-education-series-part-2/
    Gruss, Alexandra

  3. Gabi sagt:

    Das Video ist großartig geworden und wird am Dienstag mit meiner Dritten gleich ausprobiert, da können die Kinder erst einmal Wortwolken zu sich selbst erstellen.
    Vielen Dank fürs Teilen!

    Liebe Grüße
    Gabi

  4. FrauS sagt:

    Tolle Idee,
    muss ich mir mal nochmal genauer anschauen. Vielleicht biete ich es meinen Kids noch als Wahlmöglichkeit fürs Fertigstellen zuhause zu unserem aktuellen Lesetagebuch an.
    Und wieder einmal wünsche ich mir um so sehnlicher eine „gscheite“ Computerausstattung an der Schule, um so etwas auch mal im Unterricht realisieren zu können… aber nein, Grundschulen brauchen das ja nicht (meint die Stadt) *grrr*

  1. 18. Mai 2017

    […] Zum vollständigen Beitrag: Wortwolken im Lesetagebuch […]

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