Trickbox Marke Eigenbau

Die Gabi ist es schuld. Durch ihren Kommentar kam ich im Laufe der Woche auf die Idee, für mein Trickfilmprojekt eine Trickbox (ich hoffe, dass der Begriff nicht geschützt ist) selbst zu bauen. Im Netz habe ich zwar ein paar Anleitungen gefunden, jedoch war die Box dort entweder aus Pappe oder so einem komischen Schaumstoffzeug, was unser örtlicher Baumarkt nicht vorrätig hatte. Also habe ich kurzerhand einen kleinen Entwurf gezeichnet und dann losgelegt.

Die Trickbox habe ich aus Fichtenleimholz erstellt, weil dies am günstigsten zu bekommen war. Hier habe ich mir im Baumarkt 4 Bretter der Größe 60x40cm schneiden lassen. Zudem kommen noch zwei Bretter der Größe 50x20cm als Sichtblende zum Einsatz, sowie zwei Leisten á 35cm als Verstärkung im Deckel.

Ferner habe ich noch diverse kleine Winkel, Schrauben, Muttern und Beilegscheiben gekauft: Mir war wichtig, dass die sich die Box recht leicht demontieren lässt, da sie doch recht groß ist und in Herrn Emrichs Haus nicht endlos viel Platz ist. Durch die Lösung mit Schrauben und Muttern gelingt dies recht gut.

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Den Aufbau kann man hoffentlich recht gut auf den Bildern erkennen. Ich bin wahrlich kein Heimwerkerkönig, so dass man mit Sicherheit vieles eleganter machen kann. In die Deckenplatte habe ich mit einem Kreisbohrer (heißt das Ding so??) ein 73mm-Loch gebohrt. Hier passt wunderbar das Objektiv meiner DSLR durch. Diese kann man mit einem Winkel auf der Deckenplatte befestigen. Grundsätzlich kann man an dem Winkel auch eine handelsübliche Digitalkamera befestigen. Der Winkel lässt sich jedoch auch leicht demoniteren, so dass man ein Tablet oder Smartphone mit Kamera auflegen und hiermit die Fotos machen kann.

Zur Beleuchtung habe ich innen im Deckel ein LED-Band befestigt. dass mittels Fernbedienung verschiedene Farben und Helligkeiten darstellen kann. In einem Test war die Beleuchtung bei Tageslicht, aber auch bei reinem Zimmerlicht ausreichend. Man braucht jedoch zwingend eine Kamera mit manuellem Weißabgleich, weil das LED-Licht einen furchtbaren Blaustich erzeugt. Mit diesem Weißabgleich erhält man wunderbar gleichmäßig ausgeleuchtete Bilder.

Die Kosten für die Box beliefen sich auf knappe 40€. Hinzu kam noch der Kreisbohrer für 11€. Zusammengebastelt war die Box in etwa 2 Stunden.

Der Vorteil dieser Box ist nun, dass die Kinder von beiden Seiten am Trickbild arbeiten können. Die Kamera hängt ohne störendes Stativ verwacklungssicher senkrecht über dem Bild. Zudem ist das Bild gleichmäßig ausgeleuchtet und nicht mehr vom Tageslicht abhängig.

Ich überlege derzeit noch, ob ich die Box im Naturholzton lasse, oder ob ich die Wände von innen mit einem matten Lack lackieren soll. Gibt es hierzu ggf. Erfahrungen? Ferner möchte ich noch einen demontierbaren Deckel für eine der Rückwände besorgen, um die Box noch weiter gegen ungünstige Lichtverhältnisse zu schützen. Hier werde ich jedoch auf leichteres Sperrholz zurückgreifen.

Neben dem Einsatz als Trickbox lässt sich die Kiste bestimmt auch gut für andere Stop-Motion-Projekte, als bspw. Brickfilme einsetzen. Durch das LED-Band kann man verschiedene Farbtöne und Lichtstimmungen erzeugen. Auf der demontierbaren Rückwand könnten dann Hintergründe eingespannt werden, so dass die Trickbox als eine Art Theaterbühne fungieren könnte. Das Kamera müsste dann natürlich auf einem externen Stativ vor der Box angebracht werden.

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2 Antworten

  1. Marek sagt:

    Sehr, sehr cool! 🙂 Echt gut gelungen! Geht nix über einen wohl durchdachten Eigenbau! 😉

  2. Marek sagt:

    Du solltest darin auch Kleinteile, die du zum Beispiel bei eBay verkaufen solltest, gut ins rechte Licht rücken können. 😉

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