mobil und produktiv: ein neuer Versuch

Vor ziemlich genau 2 Jahren hatte ich mir das Nexus7 von google zugelegt. Nicht nur als kleines Spielzeug für die Couch, sondern auch als praktischer Helfer im Schulalltag: Termine, Notizen, Mails, wichtige Dokumente sollten immer dabei sein. Paperless sollte meine Unterrichtsvorbereitung werden oder zumindest weniger Papier verschlingen.

Nach nunmehr 2 Jahren fällt mein Fazit gemischt aus. Ich habe definitiv weniger Papier verbraucht, das ist richtig. Meine Terminverwaltung fand ausschließlich nur noch über den Kalender von google statt, Unterrichtsplanung und Notizen habe ich fast nur noch digital mit OneNote gemacht und über Skydrive Onedrive dann auch auf den heimischen PC gebeamt. Sogar Vorlesetexte habe ich teilweise nur noch als PDF mitgenommen. Eigentlich ganz gut möchte man meinen. Aber irgendwie reicht mir das erreichte noch nicht. Denn für einige Aufgaben habe ich dennoch das Notebook mitgeschleppt: Protokolle schreiben, längere Mails beantworten sind etc. sind auf 7 Zoll keine große Freude, auch mit Bluetooth-Tastatur nicht. Überhaupt, Schreiben: aus Gründen hat es Microsoft noch immer nicht geschafft, das Office-Paket für Android-Tablets anzubieten. Ob nun Google MS oder MS Google ausbremst weiß ich nicht, faktisch muss man auf Alternativen ausweichen. Ferner hätte ich gerne auf dem Nexus einen echten Digitizer genutzt. Nicht diese wurstfingerähnlichen Stifte mit dem dicken Knubbel, sondern einen echten Stift, mit dem man auch mal dünn schreiben kann. Geht auf dem Nexus aber leider nicht.

Langer Rede, kurzer Sinn: ein neues Tablet musste her. Ein Ipad schied für mich direkt aus, weil ich neben Microsoft und Android nicht noch ein drittes System in meine IT-Infrastruktur integrieren wollte. Aber es gibt noch Tablets mit Windows drauf. Der Zufall wollte es, dass Lenovo gerade ein neues Modell auf den Markt bringt und seine alten Geräte herschenkt. Musste man für das Thinkpad 2 mit 64GB, Stift und 3G vor einem Jahr noch knapp 1000€ auf den Tisch legen, so wird es aktuell für 333€ angeboten. Da konnte ich nicht nein sagen. Zwar gibt es noch mehr interessante Tablets mit Windows und Stift, aber die lagen preislich deutlich höher. Und für einen Feldversuch wollte ich dann doch nicht zu viel Geld investieren.

Mein erster Eindruck: Mal gut, dass ich ein Win-Tablet mit Stift geholt habe. Es gibt zwar die tolle Modern-UI in Windows 8, aber wirklich gute Apps gibt es nur wenige. Man muss als zwangsläufig auf den Desktop ausweichen, der sich aber mit reinem Finger-Touch nur mühsam bedienen lässt. Ansonsten bin ich recht angetan: Das System ist einigermaßen flott und bietet eigentlich alles, was ein richtiger PC auch kann. Folgende Programme werde ich jetzt mal in Bezug auf Schule intensiv testen und nutzen:

  • OneNote 2013 (mit Handschrifterkennung)
  • Drawboard PDF (PDF-Viewer mit Annotationsmöglichkeit über den Stift)
  • Outlook 2013 (angebunden an eine Owncloud (was sehr mühsam war))
  • MD Scanner (Dokumente über die Kamera des Tablets als PDF erfassen)

Sollte ich hier Interesse am schulischen Einsatz eines Win-Tabs wahrnehmen, dann würde ich hier in loser Folge berichten.

Kommentare (2) Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo,
    ich bin immer an Berichten interessiert. Ich würde auch gerne papierloser Arbeiten, kenne mich aber sehr wenig aus und habe deshalb Probleme was ich sinnvollerweise Ausprobieren kann!

    deshalb orientiere ich mich gerne an dem was du so schreibst. Benutze für mein Samsung tablet (8 zoll), evernote und bin nicht so ganz zufrieden. Vielleicht sollte ich auch mal OneNote probieren..

    Liebe Grüße, Christiane

    Antworten

  2. Hallo Florian,

    ich würde mich auch über einen Bericht freuen, wie du das Tablet konkret im Unterricht (Unterrichtsplanung …) einsetzt. Einen ersten, interessanten Eindruck hast du uns ja schon mit der SchülerDoku gegeben, vielen Dank hierfür!

    Liebe Grüße
    Sabrina

    Antworten

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