Männliche Erzieher

An dieser Stelle möchte ich nur kurz auf einen Artikel in der SZ hinweisen, den ich durchaus auch für Grundschullehrer relevant halte. Zwar wickeln wir (hoffentlich) keine Kinder mehr und bauen auch nicht so viel körperliche Nähe auf wie im Kindergarten, aber dennoch kommen wir immer wieder in Situationen, die vielleicht nicht ganz einfach sein können: dringende Hilfe wird in der Mädchentoilette gebraucht, beim Sport prügeln sich die Mädchen in der Umkleide, ein Mädchen bekommt partout nicht den Knopf seiner Hose auf … um nur drei kleine Beispiele zu nennen.

Daher finde ich es gut, dass dieser Artikel die dahinterstehende Problematik aufgreift: http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/41920/1/1

Eine letzte Ergänzung: Im letzten Jahr gab es bei uns Diskussionen um die Begleitung einer Klassenfahrt. Ein Kollege brauchte Begleitung. Ich schied als Begleitung sofort aus, denn zwei Männer können nicht zusammen begleiten. Dass es jedoch seit Jahrzehnten üblich ist, dass (notgedrungen) zwei Lehrerinnen die Fahrten begleiten, scheint überhaupt kein Thema zu sein.

Kommentare (3) Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo!
    Habe den Artikel gelesen und keine Ruhe mehr gefunden. Muss schreiben.
    Meine Erfahrungen als Kind: Lehrer glurren, grapschen, dominieren und heiraten ehemalige Schülerinnen. Meine (sehr kurzen) Erfahrungen als Lehrerin auf Ökowoche, 4 Uhr früh: ein stockbetrunkener Kollege fällt in mein (!) Bett, unsanft entfernt. Wieviele Männer in meinem Leben mir insgesamt schon mit zwielichtigen Absichten mehr oder weniger aufdringlich begegnet sind, kann ich nicht mal annähernd sagen.
    Die andere Seite: Haben sie schon mal von Schülern gehört, denen die Lehrerin einen Klapps auf den Hintern gab oder sonstwohin grapschte? Keiner meiner Freunde wurde jemals von einer Lehrerin oder überhaupt von irgendeiner Frau sexuell belästigt (obwohl manche vielleicht gar nichts dagegen einzuwenden gehabt hätten;))!
    Ich hoffe, ich wäre eine Ausnahme, leider sind die netten Pädagogen die Ausnahme- dank vieler unnetter Männer und schlechter Erfahrungen können die wenigsten Frauen noch an Ausnahmen glauben (ich weiß, dass es sie gibt!) und haben einfach Angst um ihre Kinder. Irgendwie verständlich (und besser als die, die sich gar nichts um ihre Kinder scheren und sie einfach in irgendeine „Bildungsanstalt“ stecken). Dass die betroffenen Pädagogen, die so ein Anschlag einer besorgten Mutter trifft, nichts dafür können, ist mir völlig klar. Dennoch sollten gerade auch sie diese Seite sehen, wer weiß, was diese Frauen schon Schreckliches erlebt haben!
    Liebe Grüße, Karin
    PS: Warum fragt keiner nach der Ursache, wenn Mütter so überreagieren?
    PPS: Arg, also weit erschütternder als die besorgten Mütter, finde ich allerdings das Misstrauen der Dienstgeber! Bedenklich. Oder sitzen da auch lauter Frauen?

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    • emrich

      Nette Pädagogen sind die Ausnahme? Soll hier unterstellt werden, dass der Großteil der Pädagogen sexuell übergriffig wird???

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  2. Nein! Männliche Pädagogen sind die Ausnahme (noch). Und nette Männer leider auch (Vergewaltigungszahlen, Gewalt gegen Frauen und Kinder…). Da ist eindeutig der Zusammenhang für vom Zweifel befallene Mütter. Liegt das nicht auf der Hand?
    Liebe Grüße, Karin
    PS: Interessantes Thema, vorallem bezüglich der Tatsache, dass bis jetzt eher Frauen in Männerberufen diskriminiert wurden, als umgekehrt. Wir können nur hoffen, dass man das NICHT unter Gleichberechtigung versteht!

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