#Krimi zum Ersten: Das Lesetagebuch

Da ich die Weihnachtszeit derzeit dazu verwende mit meiner Lerngruppe rund um das Thema „Krimi“ zu arbeiten, möchte ich an dieser Stelle ein paar meiner Gedanken zu diesem Themenkomplex vorstellen.

Grundlage der Reihe war die Lektüre „Das Schulgeheimnis“ aus der LasseMaja-Reihe von Martin Widmark (die ich wirklich sehr empfehlen kann). Hierzu haben wir Teile des Lesebegleitheftes aus dem Beltz-Verlag bearbeitet, aber auch im Lesetagebuch gearbeitet. Der Vorteil des Lesetagebuchs liegt insbesondere darin, dass hier jedes Kind recht individuell nach seinen Lernvoraussetzungen arbeiten kann. Dies setzt natürlich voraus, man sich einerseits darüber bewusst ist, auf welchem Lesekompetenzniveau sich die Schüler*innen befinden, und man andererseits auch Aufgabenstellungen anbietet, die diese Niveaustufen berücksichtigen.

Ich arbeite daher schon seit einigen Jahren mit einer kleinen Kartei aus inzwischen 25 Aufgaben, die ich jedoch je nach Anwendungsfall (deutlich) reduziert anbiete. Hierbei werden sowohl verschiedene Arbeitsformen, als auch verschiedene Anforderungsniveaus angeboten.

Dieses Lesetagebuch ist von den Aufgabenstellungen her recht allgemein gehalten, so dass es sich auf eine große Bandbreite narrativer Texte übertragen lässt. Allerdings erscheint es mir durchaus sinnvoll auch ganz bewusst solche Aufgaben anzubieten, die die spezifischen Elemente einer Textsorte in den Blick nehmen, auch weil diese Elemente eine große Rolle spielen, wenn Schüler eigene Kriminalgeschichten produzieren sollen. So können die Schüler*innen direkt am Modell erfahren, welche Möglichkeiten der Umsetzung textsortenspezifischer Merkmales es gibt.

Daher habe ich für die Arbeit mit den Krimis einige wenige Aufgabenstellungen erarbeitet und in einer separaten Datei in das Grundschullernportal gestellt. Hier dürfen sich die Kinder nun mit der Frage nach Verdächtigen und deren Motiven auseinandersetzen, Bilder von Tatorten und Beweismitteln anfertigen, den Kriminalfall in einem Zeitungsbericht aufarbeiten oder das Ermittlerteam genauer vorstellen.

Weitere Elemente und Gedanken zur Reihe rund um den Krimi folgen im Laufer der Woche.

 

Kommentare (5) Schreibe einen Kommentar

  1. ERstmal vielen Dank für die Anregung! Ich kenne das Buch nicht, aber es klingt sehr spannend und Krimis sind ja immer eine tolle Gattung! In welcher Klassenstufe liest du es denn?
    Danke auch für das ganze Material zum Lesetagebuch. Da ich nach den Weihnachtsferien mit meiner Klasse eine Lektüre lesen werde, kann ich die Anregungen gut gebrauchen. Was mir immer schwer fällt, bei einer Lektüre: Ich habe bisher immer „im Gleichschritt“ gelesen, d. h. wir haben gemeinsam oder jeder für sich z. B. Kapitel 1 oder auch mal mehrere Kapitel gelesen, dann gab es speziell für diese Kapitel Pflicht- und Wahlaufgaben. Für mich der Vorteil an dieser Art sind die gemeinsamen Gespräche etc. die man über einzelne Stellen im Buch führen kann, wenn alle gleich weit sind.
    Wie machst du das? Lesen die Kinder erst das ganze Buch, bearbeiten dann die „Pflichtaufgaben“ und wählen dann bei den Wahlaufgaben? Wie gelingt es dabei, GEspräche über das Buch zu führen und wie halten die „langsamen“ den Anschluss?

    Liebe Grüßé
    Anne

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    • Herrn Emrich

      Ich lasse die Kinder immer bis zu einem bestimmten Ankerpunkt des Buches in ihrem Tempo lesen. Wer mit dem Lesen schon fertig ist, darf dann im Lesetagebuch arbeiten, natürlich nur an den Aufgaben, die man auch ohne Kenntnis des gesamten Buches bearbeiten kann (bibliographische Angaben, Hauptfiguren vorstellen, …). Sind dann alle bei der gleichen Stelle angelangt, dann kann man „im Plenum“ arbeiten (Rollenspiel, Standbilder, …). Das Ganze haut natürlich nur bis zu einem gewissen Grad der Heterogenität hin. Sehr schwachen Lesern wird man ggf. ein anderes Buch anbieten müssen oder auch einzelne Kapitel nur in einer Zusammenfassung. Sehr starken Lesern wird man immer begleitende Aufgaben geben können, die sie herausfordern und damit kompensieren, dass sie sehr schnell lesen können.
      Manchmal behelfe ich mir dann auch mit den vielfach erhältlichen Kopiervorlagen zur Lektüre. Allerdings sind die leider manchmal so schwach und flach, dass ich dann wieder lieber selbst etwas erstelle und sei es nur ein kurzes Lesequiz zu einem Kapitel.

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  2. Lieber Herrn Emrich,
    nur eine Kleinigkeit. Bei den Detektivaufgaben war der Fehlerteufel am Werk: Stelle das Team der Ermittler-Team vor.
    Liebe Grüße
    Christine

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  3. Lieber Herr Emrich,
    vielen Dank für die großartige Kartei zum Lesetagebuch. Meine Kinder nutzen sie sehr gerne! Sie haben eine gute Spürnase 😉 und einen Fehler entdeckt auf Karte Nr. 22, nur einen klitzekleinen.
    Ich habe ihnen versprochen, dir zu schreiben, vielelicht magst du es ja bei Zeiten ändern.
    P.S.: Fehler hin oder her, auch mit Fehler ist die Kartei inhaltlich absolut spitze. Layout auch. Ein effektiver, motivierender Umgang mit Kinderliteratur wird dadurch möglich, kein stupides Abarbeiten von Aufgabenblättern, deren Aufgaben teilweise wenig hergeben. Ich danke dir!
    Viele Grüße
    Andrea

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