Gibt’s doch gar nicht: das digitale Klassenbuch

Eine bei Lehrern besonders beliebte Einrichtung ist das Klassenbuch. Besonder gegen Ende des Schuljahres stöhnt so mancher Pädagoge, da es dann daran geht, die bisher nicht eingetragenen Stunden nachzutragen. Das kann dann schon mal viel Nerven und Sitzfleisch kosten, vor allem, wenn man noch viel Fachunterricht gegeben hat. Ich selbst habe in diesem Schuljahr neben meinem eigenen Klassenbuch noch in 5 weitere Klassenbücher eintragen dürfen.

Dabei mache ich es mir schon relativ einfach: Passend zu den Ringbucheinlagen von Flöttmann habe ich mir eine Word-Vorlage gebastelt, die (mehr oder weniger) exakt in das vorhandene Formblatt drucken kann. Ich fülle also mein eigenes Klassenbuch am Rechner aus und drucke dann. So kann man wenigstens ein paar Sachen im Copy-Paste-Verfahren von Woche zu Woche übernehmen. Die Lesemütterstunde muss dann z.B. nicht jede Woche von Hand eingetragen werden. Für den Fachunterricht halte ich meine Stunden in Word fest, drucke am Ende des Schuljahres aus und klebe es dann in die Bücher der Kollegen. Denn nicht jeder Kollege möchte sein Klassenbuch am PC führen.

Wieso gibt es dazu eigentlich keine voll-digitale, serverbasierte Lösung? Ich stelle mir das so vor, dass auf einem zentralen Rechner (ggf. serverbasiert, wenn Datenschutz gegeben ist) ein Programm läuft, wo jeder Lehrer sich einloggt und seinen Unterricht zu allen Lerngruppen dokumentiert. Dabei kann er sowohl in „sein“ Klassenbuch eintragen, als auch in die Klassenbücher von anderen Klassen, wo er ggf. im Fachunterricht eingesetzt ist. Direkt nach dem Einloggen wird dem Lehrer sogar angezeigt, in welche Klassenbücher er noch nachtragen muss … damit man nicht den Überblick verliert. Das Programm sollte am besten plattformunabhängig laufen, also sowohl auf MAC und PC, als auch via Android oder iOS bedienbar sein … man weiß ja nicht, was die Zukunft so bringt.

Vielleicht gibt es ja eine kleine Softwareschmiede, die sowas programmieren möchte. Neben der Arbeitserleichterung würden Schulen langfristig auch Geld sparen können, weil man nicht mehr jedes Jahr den großen Satz Klassenbücher kaufen müsste.

Kommentare (2) Schreibe einen Kommentar

  1. Geld sparen und Platz! Im Keller stapeln sich die Klassenbücher aus Jahrzehnten und wenn sich keiner erbarmt und sie herunterträgt, dann auch im ohnehin engen Klassenzimmer.

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  2. Plattformübergreifend, serverbasiert und und und… Ach ja, schön davon zu träumen, aber es wird erst vielleicht in 50 Jahren so weit sein. Für uns zu spät 😉

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