Brainstorming: eine Schulhomepage für Kinder

Heute möchte ich einmal etwas Neues probieren. Nach langer Suche habe ich vorhin endlich ein Tool ausfindig gemacht, mit dem man eine „digitale Pinnwand“ führen kann. Mit padlet lässt sich so (kostenlos) ein Braimstorming durchführen. Auf dem unten dargestellten Board kann jeder User durch Doppelklicken einen Zettel hinzufügen. Das ist mutig, aber ich hoffe mal, dass Spamnachrichten ausblieben, ansonsten müsste ich diese Einstellung leider ändern. Die Idee ist, auf diese Weise zu einer Themenstellung zu brainstormen.

Antesten möchte ich das mal mit der Idee einer Kinder-Schulhomepage. Bisher ist mir erst eine Schule untergekommen, die eine solche Seite führt: die Maria-Montessori-Grundschule Berlin. Dort werden in erster Linie Links zu allerlei Themen gesammelt. Andere Schulen haben auf der Schulhomepage einen Kinderbereich, in dem auch Links gesammelt werden oder einzelne Klasse ihre Lernprodukte vorstellen.

Was so eine Kinder-Schulhomepage noch leisten könnte, würde ich gerne auf diesem Padlet sammeln. Vielleicht kommen so einige Ideen und Anregungen zustande, die eine Kinder-Schulhomepage zu einem sinnvollen Bestandteil des schulischen Medienkonzeptes werden lassen:

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Das Urheberrecht und seine Tücken

Heute morgen stolperte ich bei Twitter über folgenden Artikel:

Schule droht Abmahn-Ärger

Die Kurzform: Eine Schule wurde von einer bekannten Abmahn-Kanzlei abgemahnt, da sie auf der Homepage ein urheberrechtlich geschütztes Foto ohne Einwilligung des Autors verwendet haben, bzw. hierfür keine Lizenzgebühr an die Bildagentur gezahlt wurde. Auf die Schliche gekommen ist die findige Anwaltskanzlei der Schule u.U. durch einen Crawler, der Internetseiten automatisiert nach urheberrechtlich geschützten Inhalten durchforstet. Vielleicht war es auch ein Zufallsfund. Von Seiten der Schule weiß wohl niemand so recht, wie das Foto auf der Homepage gelandet ist, immerhin wird es dort wohl schon seit 2011 gelistet. 4 Jahre sind an einer Schule eine gefühlte Ewigkeit, wo Kollegien schon einmal kräftig durchgewechselt werden. Dennoch könnte dies nun für die Schule relativ unangenehm und teuer werden.

Da das Bild u.U. mit dem Projekt „Let me grow“ in Verbindung steht, an dem auch andere Schulen beteiligt gewesen sind, sollten diese Schulen ggf. prüfen, ob das im Artikel genannte Bild auch auf der eigenen Schulseite zu finden ist (und es in diesem Fall natürlich schleunigst entfernen).

Insgesamt sollte das Urheberrecht natürlich stets streng beachtet werden. Erste Anhaltspunkte findet man hier, hier und hier.

Schulhomepage – ein Blick in die Statistik

Aktuell beschäftige ich mich wieder einmal ein bisschen mit der Homepage unserer Schule. Durch ein paar Gedankenspiele, die ich dazu angestellt habe, fühlte ich mich angeregt, diese Gedanken mich Euch zu teilen. Über ein paar Denkanstöße in den Kommentaren würde ich mich sehr freuen. Vorweg möchte ich betonen, dass sich meine Gedanken auf die Homepage einer Grundschule beziehen.

Homepage – ein quasi-muss ??

Heute hat beinahe jede Schule eine Homepage. Man fällt als Schule direkt negativ auf, wenn man keine Homepage hat. Auf einer solchen Homepage präsentiert sich die Schule dann: die lieben Kollegen werden vorgestellt, die Öffnungszeiten des Sekretariats und das Konzept der Schule bzw. der OGS. Wenn die Homepage mehr oder weniger aktuell ist, gibt es auch einen Terminkalender oder aktuelle Berichte aus dem Schulleben. Eine Schule mit einer gewissen Tradition stellt evtl. ihr bewegtes Leben in einer Chronik dar.

Wer kümmert sich?

Interessant ist dann der Blick, wer für die Erstellung der Homepage zuständig ist: zumeist ein Kollege, der recht gut mit Computern kann und sich da ein wenig auskennt. Gibt es diesen Kollegen nicht, dann ja vielleicht Eltern, die sich der Sache angenommen haben und der Schule ein Homepage geklöppelt haben. Verlassen diese Eltern oder besagter Kollege dann die Schule, dann verwaist so eine Homepage auch recht schnell wieder.

In den seltensten Fällen sieht man eine Homepage, die von einer professionellen Agentur oder der IT-Abteilung der Stadt gemacht wurde. Wer sich ein wenig mit den Budgets von Schulen beschäftigt hat, der wird auch schnell verstehen, warum eine professionelle Homepage (inkl. Wartung!) für eine Schule nur schwer erreichbar sein wird.

Wen kümmerts?

Es ist also viel Arbeit von Kollegen nötig, um die Homepage zu erstellen und aktuell zu halten. Arbeit, die nur begrenzt in Form von Entlastungsstunden honoriert wird. Es ist halt ein wenig Extraarbeit, die man dafür zu leisten bereit ist sein muss. Andererseits ist ja eine schöne Homepage auch durchaus ein Aushängeschild für die Schule und etwas, worauf man an guten Tagen stolz sein kann :).

Ich habe mir am Beispiel meiner Schule man angesehen, wer sich die Homepage überhaupt ansieht (wen es also kümmert, dass Herrn Emrich die Homepage gemacht hat). Das Ergebnis ist mehr oder ernüchternd: im Monat schauen sich im Schnitt 400 Besucher die Homepage an, also täglich etwa 13 Besucher. Die 400 Besucher erreicht mein Blog, den ich nun wirklich nicht regelmäßig befülle, in guten Zeiten an einem Tag. Und selbst das ist noch vergleichsweise wenig.

Noch schlimmer wird der Befund, wenn man sich die Statistik genauer ansieht. Die Absprungquote liegt bei knapp 40%. 160 Besucher verlassen die Seite also innerhalb weniger Sekunden wieder, nachdem sie die Startseite kurz erblickt haben. Man darf davon ausgehen, dass diese Besucher aus Versehen über Google auf der Seite gelandet sind. Mich treibt die Frage um, ob das auf anderen Schulhomepages auch so ist, oder ob unsere Seite einfach besonders schlecht gepflegt ist oder besonders unattraktiv.

Kann man es besser machen?

Wenn man eine Homepage gestaltet, möchte man natürlich eine möglichst große Reichweite haben. Aus meiner Sicht macht es wenig Sinn, eine Schulhomepage über SEO-Techniken künstlich zu pushen: für viele Suchende von außerhalb ist die spezielle Homepage einer Schule nicht interessant, auch wenn sie im Google-Rank besonders weit oben steht.

Zielgruppe der Seite sind in der Hauptsache die Eltern der Kinder, die aktuell an der Schule sind, bzw. die bald die Schule besuchen werden. In der Regel wird diese Gruppe aus vielleicht 500 Haushalten bestehen. Sind da monatlich 240 Besuche schon ein Erfolg? Da hätte ja vermutlich schon jeder zweite Haushalt die Homepage wenigstens einmal besucht. Jammere ich hier gerade auf hohem Niveau?

Eine Möglichkeit wäre es natürlich, wenn man die sozialen Netzwerke, insbesondere Facebook mit einbindet. Neuigkeiten auf der Seite könnten so auf direktem Wege an die Eltern weitergegeben werden. Die Besucherzahlen würden mit Sicherheit steigen, oder? Gibt es Erfahrung zur Nutzung von Facebook als verlängertem Arm der Schulhomepage?

Nun hoffe ich mal ganz fromm auf eine anregende Diskussion zum Thema in den Kommentaren …