Momo als Stop-Motion-Film

In dieser Woche stand bei uns eine Lese-Projektwoche an, die sich rund um die Werke von Michael Ende drehte. Bei der Planung stellte sich heraus, dass die Kinder gerne zum Buch „Momo“ ein Theaterstück oder einen Film machen wollten. Da kam mir recht schnell die Erstellung von Stop-Motion-Filmen in den Sinn, die ich auch schon in der Vergangenheit in Angriff genommen hatte (und mir dafür extra eine Trickbox gebaut hatte).

„Leider“ war unser Medienraum während der Projektwoche durch eine Michael-Ende-Ausstellung belegt, so dass die dortigen PCs nicht für Schnitt und Vertonung genutzt werden konnten. Da kam mir die Idee, doch auf den gleichen Kniff zurückzugreifen, wie auch schon bei den Vorgangsbeschreibungen: BYOD (bring your own device) Auf Anhieb erklärten sich 12 Kinder (und deren Eltern) bereit, ihre Tablets mitzubringen (am Ende hatten wir sogar 14 Stück in der Klasse). Somit stand der Erstellung von Stop-Motion-Filmen nichts mehr im Wege.

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Wequests und Lernpfade an einem MedienMontag

Heute war wieder MedienMittwoch an unserer Schule, der aufgrund von Terminengpässen auf einen Montag gelegt wurde. Nachdem wir uns schon mit unserer schulischen IT-Ausstattung, Filmen im Unterricht und Learningapps beschäftigt hatten, ging es heute dann um Webquests, Lernpfade und die Wissensforscherhefte.

Bei der Vorbereitung geriet ich ins Stocken: Sind Webquests noch zeitgemäß? Macht überhaupt noch irgendwer Webquests? Immerhin erfand Bernie Dodge die Methode vor 21 Jahren, was in IT-Jahren eine halbe Ewigkeit ist. Im Jahr 1995 gab es keine Tablets oder Smartphones und die meisten Grundschulen kannten Internet nur vom Hörensagen. Dinge, die damals „voll im Trend lagen„, nutzt heute kein Mensch mehr. Warum also Webquests?

Gleichwohl könnte man aber fragen: Wer hat eigentlich überhaupt schon Webquests in der (Grund-)schule eingesetzt, eine Arbeitsform, bei der es darum geht, dass die Informationen und Materialien, die das Internet bietet, und die Möglichkeiten zur Bearbeitung von digitalen Informationen, die durch Computer eröffnet werden, für problem- und handlungsorientiertes Lernen genutzt werden? An welcher Schule spielen das Internet und digitale Medien überhaupt eine einigermaßen wichtige Rolle (sieht man Antolin und der Lernwerkstatt ab)? Oder sind wir in der Schule vielleicht doch noch eher im Jahr 1995 zu Hause? Findet Internet und Digitalisierung noch immer nur als Randnotiz statt? Laufen bei uns nicht noch immer etliche PCs mit Windows 95? Gilt an Grundschulen nicht noch immer: keine Tablets, keine Smartphones und Internet nur vom Hörensagen?

Ich selbst habe in den letzten Wochen zwei Webquests zu erneuerbaren Energien angeboten und die Schüler daran arbeiten lassen und gemerkt, wie wichtig das ist. Recherchieren will eben auch gelernt sein, vor allem wenn man ganz gezielt Informationen braucht. Eine Internetseite (Hypertext) zu lesen und zu verstehen ist etwas ganz anderes, als einen Sachtext zu lesen und zu verstehen. Einen Filmclip zu sehen, Informationen aus dem Gesehenen zu extrahieren und dann weiterzuverarbeiten muss gelernt werden. Die Kinder verbringen zwar immer mehr Zeit vor Youtube & Co, das sorgt aber scheinbar noch lange nicht dafür, dass Filme besser verstanden werden. Konsum und Lernen sind zwei recht verschiedene Dinge. Am Ende gab es Zweifelsohne viele Ergebnisse dabei, die zeigten, dass bei der Arbeit mit Webquests tolle Lernerfolge erzielt werden können. Aber für einige Gruppen war es auch ein Aha-Erlebnis, zu sehen, dass Internet und Computer auch Arbeit und Anstrengen bedeuten kann.

Letztlich kam ich zu dem Schluss, dass Webquests auch im Jahr 2016 noch einen wichtigen Beitrag zur Medienkompetenz leisten können. Daher wollte ich sie im MedienMittwoch anbieten, zumal man inzwischen zahlreiche fertige Webquests im Netz findet. Den MedienMittwoch wollte ich allerdings nicht als schnöden Vortrag gestalten, sondern in Form eines Wissensforscherheft. Auf diese Weise konnten sich die Kollegen auch direkt mit den neuen Tablets vertraut machen. Mit (mehr oder weniger offener) Recherche sollten sich die Kollegen mit Hintergrundinformationen beschäftigen, aber auch selbst Webquests und Lernpfade ansehen und bewerten. Daraus entstand am Ende eine angeregte Diskussion, die direkt im Thema für den nächsten MedienMittwoch endete: Webquests und Lernpfade in WordPress erstellen. Ich freue mich schon drauf.

Für alle Interessierten biete ich das kleine Heft zum Download an. Dort sind auch zahlreiche Links zu dem Thema verzeichnet. Es taugt auch für Lehrkräfte außerhalb unserer Schule zum Selbststudium: Webquest.pdf (119 Downloads)

Lernpfade und Webquests in WordPress gestalten

Seit etwa einem halben Jahr bin ich nach etlichen Vorüberlegungen dabei, eine Kinderseite für unsere Schule aufzubauen und zu gestalten. Die Seite soll eine Art „Lernplattform light“ werden. Schon seit Jahren arbeite ich immer wieder am Thema Lernplattformen (die Älteren werden sich ggf. an das Mäuselabor erinnern, welches mir sogar einen Preis einbrachte). Leider hat sich mein „Vorzeige-Projekt“ aus verschiedenen Gründen nicht etablieren können, so dass ich immer wieder mit Alternativen experimentiere. Inzwischen denke ich, dass ein (WordPress-)Blog und ein Klassenraum bei Learningapps an der Grundschule viele Aufgaben einer großen Lernplattform übernehmen kann, dabei aber wesentlich einfacher zu administrieren und nutzen ist (und dazu noch fast kostenlos).

Auf diese Weise gibt es auf „unserer“ Kinderseite schon diverse Lernspielergänzungen zum Unterricht, Berichte aus den Klassen und eine Wunschecke für die Schulbücherei. Bei Learningapps tauschen sich die Kinder in ihrem Klassenbereich in Chats, Notizbüchern und Pinnwänden aus oder halten wichtige Termine fest. Auf diese Weise erwerben sie (ganz nebenbei) schon einige Kompetenzen aus dem MedienpassNRW.

Nun aber zum eigentliche Thema dieses Beitrags. Ich wollte nun neben „einfachen“ Lernspiele auch „komplexere“ Lernpfade in die Seite integrieren, also ein digitales Stationenlernen. Diese gibt es bereits fertig zu verschiedenen Themen an verschiedenen Stellen im Internet. Ich wollte jedoch einen eigenen, individuell gestalten Pfad erstellen und diesen direkt in die Kinderseite integrieren. Dazu habe ich mir ein WordPress-Plugin gesucht, dass Inhalte einer Seite in Tabs darstellen kann. Fündig wurde ich bei Tabby Responsive Tabs. Mit Hilfe dieses Plugins kann der Abschnitt einer Seite mit Hilfe von recht einfachem Code in Tabs aufgeteilt werden. Diese Tabs werden auf einem großen Bildschirm horizontal dargestellt, auf Smartphones oder kleinen Tablets vertikal. Mobile Geräte werden also (anders als bei anderen Lösungen) nicht benachteiligt. Dies war exakt das, was ich mir erhofft hatte.

Schritt 1


So sieht ein Beispiel aus. Das kannst du auch ganz einfach selbst einrichten!

Schritt 1


Lade das Plugin herunter.

Schritt 2


Lade es hoch und installiere es.

Schritt 3


Aktiviere es.

Die genaue Funktionsweise ist auf der oben verlinkten Informationsseite zum Plugin sehr gut erklärt. Es muss nur ganz wenig Shortcode in die Seite integriert werden, den Inhalt der Tabs kann man ganz normal im Editor erstellen. Dabei kann man auch Bilder, Videos oder Iframes in die Tabs integrieren.

Auf diese Weise lassen sich nicht nur Lernpfade, sondern auch Webquests sehr einfach und elegant in WordPress erstellen und integrieren. Auch für fertige Webquests gibt es im Internet diverse Quellen.

Für etwa 25€ bietet der Hersteller noch ein Addon an, mit dem sich die Tabs einfacher (und schöner) gestalten lassen. Ich habe dieses Geld investiert, grundsätzlich könnte man das Plugin aber auch so nutzen.

Ein erstes, mehr oder weniger fertiges Beispiel für einen Lernpfade habe ich hier verlinkt.

Bei der Erstellung des Webquests habe ich übrigens einen tollen Fundus für Rechtschreibübungen auf der Seite Learningapps entdeckt: die Apps aus dem Projekt Iderblog.

All the small things: das alltägliche, digitale Lernen

Bei der gestrigen Wochenplanung stolperte ich über folgenden Tweet einer sehr geschätzten Grundschulkollegin.

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Der MedienMittwoch

Vor knapp einem Jahr hatte ich die Möglichkeit, am LernLabSchule der Bertelsmannstiftung in Berlin teilzunehmen, einer Tagung rund um Schule und digitale Medien. Dort kam in der abschließenden Fishbowl-Runde die Frage auf, wie nachhaltige Lehrerfortbildung in Bezug auf digitale Medien aussehen könnte. Schon damals kam mir die Idee in den Sinn, wieso man nicht (einfach?) das Konzept der Barcamps auf regionaler Ebene installiert und regelmäßig durchführt:

Diesen Gedanken trug ich dann einige Zeit mit mir herum, habe ihn aber immer wieder vor mir hergeschoben, weil beruflich und privat einige Änderungen anstanden. Nun habe ich die Idee in abgewandelter Form umgesetzt und möchte kurz von den Erfahrungen berichten. Weiterlesen

Filme ansehen – mit Strategie?

Bei der Arbeit an den Lernportfolios zu den Römern durften die Schüler*innen von Herrn Emrich auch im Netz recherchieren. Dabei wurden auch diverse Sachfilmbeiträge entdeckt und schnell kam die Frage auf, ob man die denn auch anschauen dürfe. Dies wurde nicht verneint, denn ein (guter) Sachfilm bietet mit Sicherheit ebenso gute Informationen wie ein Sachtext. Gebannt schaute man sich daher dann verschiedene Filmbeiträge an, wie zum Beispiel diesen hier. Im Anschluss daran fiel es den Kindern jedoch gar nicht leicht, die Informationen des Films für die Gestaltung der Portfolios zu nutzen. Und eigentlich ist das auch nicht verwunderlich, oder? Weiterlesen

Von Jugendwörtern und zeitgemäßem Unterricht

Mit etwas Belustigung habe ich in den vergangenen Tagen die Wahl zum Jugendwort 2016 wahrgenommen. Eigentlich ist es ja ziemlich egal, ob nun der Tintling am fly ist oder ein Googleschreiber eine Vollpfostenantenne und einen Hopfensmoothie in der Hand hält. Heute fühlte ich mich jedoch jäh an eines der zur Auswahl stehenden Wörter erinnert: Internetausdrucker.

Ja, auch ich bin ein Internetausdrucker und ich erziehe gerade 27 unschuldige Wesen zu ebensolchen Internetausdruckern. Und ich schäme mich dafür, doch eigentlich kann ich auch wiederum nichts dafür. Ich möchte doch nur (einigermaßen) zeitgemäßen Unterricht machen und die Vorgaben des Lehrplans (einigermaßen) umsetzen. Mit dem, was mir so zur Verfügung gestellt wird.

In der Praxis möchte ich die Kinder dazu anleiten, ein Lernportfolio/Forscherheft zum Thema „Römer“ zu erarbeiten. Teils gemeinsam, teils individuell. Dafür braucht man natürlich Quellen. Die Kinder haben eifrig Bücher mitgebracht, aber auf 27 Stück komme ich natürlich nicht. Bei 27 Kindern und individueller Arbeit bräuchte ich dieser aber annähernd. Zum Glück gibt es ja das Internet mit vielen tollen Seiten (z.B. die wunderbare Seite kinderzeitmaschine.de). Und ich kann sogar zeitweise den Medienraum unserer Schule „buchen“ und dort mit den Kindern arbeiten. Da er als Multifunktionsraum angelegt ist, kann man dort sowohl digital als auch analog arbeiten und „echt was schaffen“. Aber das geht leider nicht in allen Stunden. Was machen also die Kinder? Sie drucken Internetseiten aus, um sie auch in den anderen Stunden als Quelle zu nutzen. Sie werden zu astreinen Internetausdruckern.

Dabei könnte es so einfach sein: 10 Tablets in die Klasse, WLAN mit einigermaßen flotter Verbindung dabei und schon könnten die Kinder das Internet als Quelle genau dann nutzen, wenn sie es brauchen. Wenn sie merken, dass sie mehr Informationen brauchen, dann könnten sie genau zu diesem Zeitpunkt danach suchen und müssten nicht darauf warten, bis sie zu Hause wieder das Internet ausdrucken können. Und es wird noch verrückter: die Kinder könnten sogar Videos und Podcasts als Wissensquelle nutzen und diese für ihr Portfolio nutzen. Videos lassen sich halt wahnsinnig schlecht ausdrucken.

Und so ganz nebenbei würden die Kinder vermutlich wesentlich mehr Medienkompetenz erwerben, als wenn sie alle Papier-und-Bleistift-Arbeitshefte der großen Verlage durchgearbeitet hätten. Sie würden die Qualität von Quellen vergleichen, Suchstrategien entwickeln, Hypertexte lesen (und hoffentlich verstehen) und könnten eben genau die Geräte für sinnvolle Tätigkeiten nutzen, mit denen sie ja (angeblich) zu Hause nur spielen.

Aber solange „da oben“ niemand auf die Idee kommt, Schulen (und vor allem auch Grundschulen) endlich einmal zeitgemäß auszustatten, solange züchten wir einfach die nächste Generation von Internetausdruckern heran.

Brainstorming: eine Schulhomepage für Kinder

Heute möchte ich einmal etwas Neues probieren. Nach langer Suche habe ich vorhin endlich ein Tool ausfindig gemacht, mit dem man eine „digitale Pinnwand“ führen kann. Mit padlet lässt sich so (kostenlos) ein Braimstorming durchführen. Auf dem unten dargestellten Board kann jeder User durch Doppelklicken einen Zettel hinzufügen. Das ist mutig, aber ich hoffe mal, dass Spamnachrichten ausblieben, ansonsten müsste ich diese Einstellung leider ändern. Die Idee ist, auf diese Weise zu einer Themenstellung zu brainstormen.

Antesten möchte ich das mal mit der Idee einer Kinder-Schulhomepage. Bisher ist mir erst eine Schule untergekommen, die eine solche Seite führt: die Maria-Montessori-Grundschule Berlin. Dort werden in erster Linie Links zu allerlei Themen gesammelt. Andere Schulen haben auf der Schulhomepage einen Kinderbereich, in dem auch Links gesammelt werden oder einzelne Klasse ihre Lernprodukte vorstellen.

Was so eine Kinder-Schulhomepage noch leisten könnte, würde ich gerne auf diesem Padlet sammeln. Vielleicht kommen so einige Ideen und Anregungen zustande, die eine Kinder-Schulhomepage zu einem sinnvollen Bestandteil des schulischen Medienkonzeptes werden lassen:

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Wissensforscher – Lernen mit digitalen Medien ritualisieren

Vor wenigen Tagen habe ich im Blog der Tigerklasse das Heftchen zu EM entdeckt. Das Gute daran war, dass Gabi es nicht als Download angeboten hat. Denn auf diese Weise musste ich mich selbst an die Erstellung eines solchen Heftchens machen und konnte es direkt ein wenig verändern. Keine Sorge: Ich habe das OK der Urheberin eingeholt.

WissensforscherWenn ich die Arbeit mit dem Heft, wie im Titel geschehen, als Lernen mit digitalen Medien deklariere, dann werden sich einige Hardliner und Vorkämpfer aus diesem Bereich müde lächelnd abwinken. Dort heißt Lernen mit digitalen Medien: Ebook-Erstellung, Dinge in Minecraft nachbauen, Blogs führen, Podcasts aufnahmen usw. usf. Ja, das würde ich auch gerne machen, keine Frage. Ich habe auch lange mit mir gerungen, ob ich das Heftchen wirklich als „Lernen mit digitalen Medien“ anpreisen möchte. Aber ich bin zu dem Schluss gekommen, dass es doch zur Thematik passt. Denn mit Hilfe des Heftes kann ich immerhin drei Kompetenzen aus dem Medienpass NRW anbahnen:

  • Schülerinnen und Schüler wenden Basisfunktionen des Internets an (Angabe der vollständigen URL, Nutzung von Links, Suchmaschinen).
  • Schülerinnen und Schüler recherchieren unter Anleitung in altersgemäßen Lexika, Kindersuchmaschinen und Bibliotheksangeboten.
  • Schülerinnen und Schüler entnehmen Medien gezielt Informationen und geben sie wieder.

Natürlich nutzen die Kinder die digitalen Medien nur im begrenzten Umfang, nämlich um ein Arbeitsblatt mit den vom Lehrer gewünschten Informationen zu füttern (wie oldschool!), aber auch dabei können die Schüler schon etwas über den Umgang mit dem Medium Internet und den nötigen Endgeräten lernen. Jeder fängt mal klein an.

Das Heft selbst ist bewusst so angelegt, dass es sowohl offenere Rechercheaufgaben, als auch geschlossenere Aufgaben gibt, bei denen mögliche Quellen explizit benannt werden. Bei den offeneren Aufgabenstellungen ist es die Aufgabe der Schüler eine geeignete Quelle im Internet oder in Printmedien zu finden. Es wird also nicht per se ein bestimmtes Quellmedium eingefordert.

WissensforscherLinks werden in dem Heft als QR-Codes dargestellt. Auf diese Weise sollen die Schüler dazu angeregt werden, die Recherche mit ihren eigenen digitalen Endgeräten (Smartphone oder Tablet) durchzuführen. Auf diese Weise erfahren sie diese nicht nur als Spielgerät oder reines Unterhaltungsmedium, sondern auch als Hilfsmittel des Lernens.

In meinen Überlegungen dachte ich bereits darüber nach, ob man nicht zu einer gewissen Bandbreite an Themen solche Hefte gestalten kann und sich die Schüler dann nach persönlichen Vorlieben ihr Heft auswählen können, an dem sie im Rahmen der Freiarbeit/Wochenplanarbeit arbeiten möchten. Auf diese Weise ließen sich dann auch die Medieninseln in den Unterricht einbinden, die mancherorts ja ein eher staubiges Dasein fristen. Mal sehen wie sich die Arbeit mit dem Heft so bewährt und wer ggf. mithelfen möchte. Ich habe nämlich nicht nur eine PDF-Datei veröffentlicht, sondern auch die Quelldatei, die sich mit Publisher nach Herzenslust bearbeiten lässt.

Gespannt bin ich auch und vor allem auf kritische Rückmeldung … so ganz überzeugt bin ich von der Idee nämlich noch nicht.

Die Datei und alles weitere ist hier zu finden: Grundschullernportal

PS: Noch einmal ein dickes Danke an Gabi!!!

Kurztipp: Bundesjugendspiele digital

Das derzeitige sommerliche Wetter läutet so langsam aber sicher auch wieder eine alte Tradition an den Schulen ein: die Bundesjugendspiele. Über das Für und Wider möchte an dieser Stelle nicht diskutieren, sondern euch einen kurzen (aber heißen) Tipp für die Durchführung geben. Das Familienministerium betreibt eine eigene Seite zu den Bundesjugendspielen. Dort kann man nicht nur alle Informationen und Dokumente zur Durchführung abrufen und Urkunden bestellen, sondern auch die Schülerdaten und -ergebnisse verwalten. Hierzu legt man sich ein kostenloses Nutzerprofil an, erstellt seine Klasse und den Wettkampf. Wichtig: man kann auch Fantasienamen und Abkürzungen wählen, um ggf. den Erfordernissen das Datenschutzes gerecht zu werden.

Der Clou ist nun: In den Appstores von Google und Apple findet man eine kostenlos App, die man mit dem erstellten Nutzerkonto synchronisieren kann. Während der Durchführung der Spiele kann man die Ergebnisse der Kinder direkt in die App seines Smartphones oder Tablets eintragen und dann auf das Portal übertragen. DIe Fummelei mit Klemmbrett und zig Wettkampfkarten entfällt. Man muss während der Eingabe der Ergebnisse nicht online sein, die Übertragung in das Portal kann auch im Nachhinein erfolgend. Die Berechnung der Gesamtpunktzahl und die Zuordnung zu den Urkunden geschieht dann völlig automatisch mit wenigen Mausklicks. Man spart sich auf diese Weise sehr viel Rechnerei und Nachblätterei. Zudem kann man sich auch diverse Auswertungen und Rankings erstellen lassen. Einmal eingetragene Schülerdaten lassen sich dann im nächsten Jahr erneut nutzen.

Ich habe die App selbst bei unserem Sportfest in der vorigen Woche genutzt und bin vollauf begeistert.