Meilenstein: Die Knobelkartei wird 100

Am heutigen Tag ist die 100. Aufgabe von Mias Knobelkartei für die Klasse 3-4 online gegangen. Damit hat die Kartei einen wichtigen Zwischenschritt erreicht, denn mit 100 Aufgaben kann man gute 2 Jahre lang eine „Knobelei der Woche“ veranstalten, ohne dass sich Aufgaben wiederholen müssen. Neue Aufgaben kommen jetzt nur noch, wenn Besuchern oder mir neue Aufgaben einfallen. Ab Spätsommer/Herbst ist dann erst einmal die Klasse 1/2 dran.

Hier gibt es alle Aufgaben im großen Format in einer Datei (Link ist am Ende des Artikels): Klick mich.

Hier gibt es alle Aufgaben im Format A7 (z.B. für Etiketten): Klick mich.

Ich werde nicht müde zu betonen, dass die Kartei OER ist. Ihr dürft sie herunterladen, verändern, ergänzen oder beschneiden und weiterverteilen (bei Facebook, in der Dropbox, an die Schüler), sofern ihr die Quelle und die Lizenz der Kartei nennt (cc-by-sa 4.0).

Bedanken möchte ich mich bei all den fleißigen LeserInnen, die mich stets mit Ideen, Quellen und Überarbeitungshinweisen versorgt haben. Danke!

Knobelheft zur schriftlichen Division

Zuallererst bedanke ich mich ganz artig für die Kommentare, Hinweise und Mails zum ersten Heft zur schriftlichen Division. Die Änderungen kommen in den Osterferien dran. Das Knobelheft habe ich am Wochenende beendet (für die Kinder, denen die bloße schriftliche Division noch nicht knobelig genug ist).

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Wie immer findet sich alles im Wiki der ZUM.

An dieser Stelle noch einmal der Hinweis auf Mias Knobelkartei, die inzwischen 33 Aufgaben für Klasse 3-4 umfasst und verschiedene Einsatzmöglichkeiten bietet!

Mia dividiert schriftlich

Ein großer schwarzer Fleck in der Liste der Mia-Hefte war bisher die schriftliche Division. In meinem letzten Durchgang hatte mich damals ein wenig die Lust verlassen. Danach lag dieses Thema 4 Jahre lang brach. Nun habe ich mich wieder einmal drangesetzt und bin noch immer nicht sonderlich zufrieden. Der Algorithmus der schriftlichen Division ist ein echter Kracher: viele Schritte müssen bedacht werden, die Notation der Einzelschritte springt von links nach rechts, die Aufgaben des kleinen Einmaleins müssen gut beherrscht werden, es gibt viele Sonderfälle zu bedenken … und dann verbraucht die Notation auch noch wahnsinnig viel Platz. Das macht es natürlich nicht besonders leicht, ein adäquates Mia-Heft zu erstellen. Herausgekommen ist folgendes Heft, was ich hier ganz explizit zur Diskussion stelle. Es ist auch als PDF- oder Publisher-Datei bei der ZUM erhältlich. Es überzeugt mich noch nicht. Ich werde es auf jeden Fall einmal praktisch erproben um zu sehen, ob es überhaupt eine Hilfe ist. Ich bitte aber auch hier um kritische Kommentare. Für ein Knobelheft zur schriftlichen Division habe ich noch einige Ideen .. das wird im Laufe des Wochenendes entstehen.

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Knobelei der Woche auf der eigenen Schulhomepage

Inzwischen ist das von mir angedachte Knobelkartei-Projekt schon ein Stückchen gewachsen: aktuelle gibt es schon 17 Knobelaufgaben (für Klasse 3 und 4), verschiedenen Ausführungen der Kartei (samt Quelldateien) und eine Idee für die Nutzung im Unterricht. Nun bin ich heute eine weitere Idee angegangen: die Knobelei der Woche auf einer/unserer Schulhomepage. Ich werde dies noch einmal ausführlich dokumentieren, wollte aber hier schon einen ersten Eindruck geben (den man auch leicht auf die eigene Schulhomepage integrieren kann). Weiterlesen

Mia knobelt – mal schriftlich

Wie bereits im Etherpad angekündigt habe ich an einem Knobelheft zur schriftlichen Multiplikation mit einstelligen Faktoren gearbeitet. Dies ist insbesondere für die Kinder gedacht, die das Verfahren als solches (schnell) begriffen haben und als Übungsaufgabe eine kleine/große Herausforderung brauchen. Der Fokus bei der Bearbeitung liegt dann als nicht mehr auf dem Algorithmus, sondern auf der jeweiligen Aufgabenstellung. Zusammen mit dem Heft der vorletzten Woche hat man dann ein wenig mehr Differenzierungsmöglichkeiten. Das Heft ist wie immer im Wiki der ZUM verfügbar, wie immer als Open Educational Ressource. Nutzt es, verteilt es, verändert es.

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Kurzes Update: PDF-Vorschau zu allen Mia-Heften

Ich habe dank eines neue entdeckten, kostenlosen Plugins eine PDF-Vorschau zu allen 59 Mia-Heften auf diesem Blog einbauen können.Diese ist nun auf einer eigenen Mia-Seite zu finden. Unter jeder PDF-Vorschau ist dann der Link zum Wiki der ZUM, wo man dann sowohl die PDF-Datei, als auch die Quelldatei herunterladen kann. Jeder ist ausdrücklich dazu eingeladen, die Hefte zu überarbeiten, neue Hefte zu erstellen und die wieder zu veröffentlichen. Auch wenn dies bisher 0 mal geschehen ist, so habe ich noch immer Hoffnung, dass irgendwann mal jemand diese Möglichkeit nutzt.

Ideen zu bestehenden oder neuen Mia-Heften kann man übrigens auch in diesem Etherpad eintragen: HIER ENTLANG.

Kurzes Update: Mia und was man mit Mia darf

Da ich heute ein kleines Mia-Heft zur schriftlichen Multiplikation mit einstelligen Faktoren im Wiki der ZUM veröffentlicht habe, wollte ich noch einmal darauf hinweisen, dass alle Mia-Hefte unter einer creative-commons-Lizenz veröffentlicht sind. Dies bedeutet, dass man die Hefte nicht nur im Unterricht verwenden darf, sondern man darf darüber hinaus

  • das Heft an anderen Stellen zum Download anbieten (wenn der ursprünglich Autor – als ich – und die Lizenz dabei genannt wird). Dabei spielt es keine Rolle, ob des eine Dropbox, eine Facebookgruppe oder eine eigene Homepage ist – verbreitet Mia nach Lust und Laune weiter!
  • das Heft bearbeiten (darum biete ich auch immer die Quelldateien mit an).
  • die Bearbeitung wiederum veröffentlichen.
  • die Hefte – ob gedruckt oder als PDF – verkaufen.

Mir ist vor allem wichtig, dass Mia eine weiter Verbreitung hat. Dabei ist es mir egal, auf welchem Weg Mia durch die Welt kommt.

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Dieses Heft im Wiki der ZUM herunterladen

Grüffelo, Grüffelokind und Stockmann

Das ZDF hat am Heiligabend drei wunderbare Animationsfilme zu Büchern von Axel Scheffler und Julia Donaldson gezeigt: der Grüffelo, das Grüffelokind und Stockmann. Die Filme sind jeweils 30 Minuten lang, halten sich sehr eng die Buchvorlage und sind technisch wie auch erzählerisch hervorragend umgesetzt. Man kann sie derzeit noch für 3 Tage in der Mediathek ansehen. Mit dem kostenlosen Programm „Mediathek View“ kann man sich die Filme auch legal auf den eigenen Rechner herunterladen und dann weiter verwenden. Ich kann dies nur empfehlen!

Soma, Tetrodomo und Co.

In den Ferien habe ich es endlich geschafft, meine Grafiken zum Soma-Würfel bei openclipart.org hochzuladen. Es sind 74 Darstellungen von Würfelgebäuden zum Nachbauen, sowie diverse Darstellungen der einzelnen Somateile. Die Grafiken sind als public domain veröffentlicht, können also zu allem und jedem verwendet werden. Mit Hilfe des Editors von openclipart kann man die Grafiken auch online bearbeiten, praktischer ist es es jedoch mit dem Programm inkscape (mit dem ich die Grafiken auch erstellt habe).

Im Grundschullernportal habe ich vor einiger Zeit auch eine kleine Sammlung mit Links rund um den Somawürfel angelegt, die gerne ergänzt werden darf.

Alle Gebäude lassen sich nicht nur mit den Soma-Teilen nachbauen, sondern auch mit den Tetrodomo-Steinen. (siehe Darstellung im Kopfbild dieses Artikels) Diese habe ich vor den Sommerferien einmal in der Klasse erprobt. Durch die Hinzunahme der Einzel- und des Doppelsteines wird das Nachbauen der Figuren natürlich wesentlich einfacher als bei den Somateilen. Ausführlich vorgestellt wird diese von Hans-Günther Senftleben erfundene Abwandlung des Somawürfels in einem Heft der Reihe mathematik differenziert. Dort werden folgende Übungsformate dargestellt:

  • Auf Grundlage eines Schrägbildes ein Bauwerk nachbauen (ggf. unter Benennung der zu verwendenen Bausteine)
  • Einen 3x3x3-Würfel auf Grundlage dreier Seitenansichten nachbauen.
  • Einen Quader auf Grundlage dreier Seitenansichten nachbauen (z.B. ein 2x5x3-Quader)
  • Ein komplexes Bauwerk auf Grundlage von Schrägbild und Seitenansichten nachbauen.
  • Einen Quader/Würfel selbst bauen und dazu Schräbild und Seitenansichten entsprechend einfärben.

Eine weitere Aufgabenstellung könnte sein, dass zu einem eingefärbten Bauplan (eine Draufsicht mit Angabe der Bauhöhe, bei der zusätzlich die Farbe des zuoberst liegenden Quaders angegeben ist) das entsprechende Gebäude nachgebaut werden muss. Hier kann zudem überlegt werden, ob die Aufgaben eindeutig zu lösen sind oder ob mehrere Möglichkeiten realisierbar sind.

Für die Freiarbeitsecke haben die Kinder nach einer Übungs- und Kennenlernphase verschiedene Aufgabenkarten zu den o.g. Typen erstellt, in dem sie selbst Bauwerke erfunden haben, diese mit nicht-eingefärbten Bauteilen nachgebaut und dann fotografiert haben. Zudem wurden Seitenansichten und Baupläne erstellt, die nun darauf warten nachgebaut zu werden.

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Die Lizenz zum Ärgern?

Seit Mitte Mai schwappt eine Meldung durch die Presse, die nun in (Teilen von) NRW auch in den Schulen publik gemacht wurde. Es geht um den Umgang mit Bildern (und im Grunde auch anderen Werken), die unter creativecommons-Lizenz (einer sogenannten cc-Lizenz) veröffentlicht wurden.

CC-Lizenz, was ist das?

Für eine ausführliche Erklärung empfehle ich die offizielle Seite der creative commons oder die Erläuterungen von Andreas Kalt. Kurz gesagt: Mit Hilfe einer CC-Lizenz kann ich meine Werke anderen Menschen kostenlos oder zum Kauf anbieten und ihnen dabei bestimmte Rechte einräumen. Gewissermaßen ist es ein vorgefertigter Kauf- bzw. Nutzungsvertrag, der dem Nutzer bestimmte Rechte einräumt. Eingeräumt wird immer das Recht, das Werk weiterzuverbreiten. Dabei muss immer der Name des Autors genannt werden. Die Weiterverbreitung kann nur in einem begrenzten Rahmen eingeschränkt werden: kommerzielle Nutzung kann bspw. ausgeschlossen werden oder die Bearbeitung des Werkes. Die Weitergabe als solches kann aber nicht weiter eingeschränkt werden, z.B. dass das Werk nur im Rahmen des Unterrichts an Schüler weitergeben werden darf.

Abmahnung droht

Elementarer Bestandteil der cc-Lizenzen ist jedoch immer, dass der Name des Autors mit Angabe eines Werktitels und mit Verweis auf die Lizenz erfolgen muss. Die Nennung sollte im besten Fall direkt am Werk erfolgen, kann aber auch im Rahmen eines Quellenverzeichnisses geschehen. Der viel wichtigere Punkt ist jedoch: der Autor kann Zusatzregeln für die Namensnennung festlegen. Er kann z.B. die Angabe eines Links zu seiner Homepage verlangen oder festlegen, dass die Quelle in jedem Fall am Werk genannt werden muss. Und exakt dies ist der Punkt, weswegen man auch wegen der an sich sehr offenen und freien cc-Lizenzen abgemahnt werden kann. Verstößt man gegen die Auflagen der Namensnennung, so verstößt man auch gegen die gesamte Lizenz. Hier sind zwei sehr aktuelle Fälle genannt, in denen es zu erfolgreichen Abmahnungen kam. Bislang betrifft es vor allem Bilder auf Homepages (auch Schulhomepages), es könnte aber auch durchaus Bilder in PDF-Dateien betreffen. Streng genommen könnte man auch für ein Arbeitsblatt abgemahnt werden, das man nur für seinen Unterricht erstellt hat und nur in diesem Rahmen verteilt hat.

Eine weitere Falle könnte sein, dass man selbst Material mit cc-Lizenz veröffentlichen will, darin aber Bilder verwendet, die nicht unter einer solchen Lizenz stehen. Wenn ich beispielsweise bei fotolia Bilder gekauft habe und in meiner Datei verwende, dann darf ich diese Datei nicht als cc-Material anbieten, da ich damit das Bild unterlizensieren würde, was bei fotolia nicht erlaubt ist.

Auf Nummer sicher gehen

Natürlich sind die Abmahnungen Einzelfälle. Aber dennoch ist Vorsicht geboten. Sollte dieses „Geschäftsmodell“ Nachahmer finden, könnte es sich für graue Schafe durchaus lohnen, bewusst Fallen im Internet zu stellen.

Wer cc-Material nutzen oder selbst welches erstellen will, der sollte sich zuvor unter den o.g. Links mit den Lizenzen beschäftigen. Mit dem Lizenzhinweisgenerator gibt es ein hilfreiches Tool, mit dessen Hilfe sich gültige Lizenzhinweise zu cc-lizensiertem Material erstellen lassen. Einfacher geht es kaum noch. Und dann hat man auch keine Lizenz zum Ärgern mehr.