Wortwolken im Lesetagebuch

Heute stelle ich noch einmal eine kleine Möglichkeit vor, wie sich das Lernen mit digitalen Medien einfach, unkompliziert und mit (fast) jeder technischen Ausstattung in den Unterricht integrieren lässt: Wortwolken für das Lesetagebuch. Eine Wortwolke (oder auch Wordcloud) ist eine grafisch aufbereitete Darstellung eines Textes bzw. einer Wortsammlung. Die Wörter sind in einer Wortwolke in verschiedenen Ausrichtungen und Größen dargestellt, wobei die Größe der Wörter in der Grundeinstellung aus der Häufigkeit resultiert, mit der ein Wort in einem Text vorkommt. Dieses Beispiel ist eine Wortwolke, die aus diesem Blogpost entstanden ist:

Für Wortwolken gibt es zahlreiche Generatoren im Netz, die in der Regel kostenlos und einfach zu bedienen sind. Aus einer Publikation der Stadtbücherei Frankfurt (die ich sehr empfehlen kann) stammt die Idee, diese Wortwolken für die kreative Auseinandersetzung mit Kinder- und Jugendliteratur zu nutzen. Diese Idee habe ich für die Lesetagebuchkartei adaptiert, die ich vor 6 Jahren begonnen habe.

Die Schüler*innen sollen auf wortwolken.com eine Wortliste zu ihrem gelesenen Buch anlegen. Dabei können sie jedem Wort noch zusätzlich noch eine „Gewichtung“ geben, wodurch das Wort dann größer dargestellt wird. Zudem kann der Wortwolke eine bestimmte Form gegeben werden, die im besten Fall auch gut zu dem Buch passt. Die fertig ausgedruckte Wolke kann dann in das Lesetagebuch eingeklebt werden.

Ich habe diese Methode bereits erprobt. Nach einer kurzen Einführung kamen die Kinder sehr gut mit der Bedienoberfläche klar. Ich habe jedoch auch ein Erklärvideo angelegt (und via QR-Code auf der Kartei verlinkt), damit sich in offeneren Unterrichtsszenarien selbstständig eine Erklärung der Methode ansehen können. Das Video eignet sich auch sehr gut, um als Lehrkraft einen Überblick über diese Methode zu bekommen. Daher habe ich mich hier jetzt (vergleichsweise) kurz gefasst.

Das Video und die Kartei stehen unter offener cc-by-sa-Lizenz, dürfen als in allen Kontexten genutzt und auch überarbeitet werden. Anmerkungen und Fragen zur Methode dürfen gerne in den Kommentaren Platz nehmen.

digital-kreatives Arbeiten mit Kinderliteratur – Folge 1: Szenen mit Audioguide

Wie bereits in der letzten Woche erwähnt, fand unsere vergangene Projektwoche als Lese-Projektwoche statt. Als Projektthema hatte jede Klasse ein Buch, zu dem es über verschiedene Zugänge arbeitete. Eine solche Projektwoche führen wir an unserer Schule alle vier Jahre durch. Bisher waren die Angebote, die von Lehrkräften (und Schülern) erdacht, entwickelt und umgesetzt wurden, ausschließlich im analogen Umfeld beheimatet: Lesekisten entwerfen, Kunstwerke zum Buch, Theaterstücke, mathematische Aufgabenstellungen aus dem Buch entwickeln, thematische passende Bewegungslandschaften in der Turnhalle, … das Angebot an Umsetzungsmöglichkeiten war immer breit gefächert, aber eben analog. Doch in diesem Jahr wurde es digital. Nicht nur durch die Stop-Motion-Filme (sie wären im Grunde dann Folge 2 dieser Serie), sondern auch durch eine Kollegin, die eine wunderbare Idee aus dem analogen Methodenspektrum aufgegriffen und digital „gepimpt“ hat. Ich nenne die Methode einfach mal „Szenen mit Audioguide“

Worum es geht

Zu ausgewählten Szenen eines Buch (in diesem Fall Momo) werden „Räume“ gestaltet. Diese Räume können Schuhkartons sein, in den mit Figuren (Lego, Playmobil, selbst gebastelt, …) und Requisiten eine Szene des Buchs nachgebaut wird. Es können aber auch kleinere oder größere Abschnitte des Klassenraums sein, in denen die Szenen nachgestellt werden. Die genaue Umsetzung richtet sich vor allem nach der Kreativität der Kinder, nach der Verfügbarkeit von Materialien und dem Platzangebot.

Anschließend haben die Kinder ihren Abschnitt des Buchs für einen Lesevortrag eingeübt (hier gibt es dazu übrigens einen schönen Beobachtungsbogen). Diese Lesevorträge wurden dann mit Tablets und Smartphones aufgenommen und als MP3-Datei abgespeichert. Alle Dateien wurden dann auf unserer Schulhomepage veröffentlicht, allerdings vorerst ohne Angabe, welche Datei zu welcher Szene gehörte.

Am Präsentationstag wurde dann im Klassenraum ein offenes WLAN eingerichtet, damit die Eltern mit ihren Smartphones auf jeden Fall schnellen Internetzugang hatten. Über einen QR-Code gelangten die Eltern direkt auf die entsprechende Seite unserer Homepage, wo sie sich dann Stück für Stück die MP3-Dateien anhören konnten. Dabei gingen sie im Klassenraum umher und mussten/konnten sich dann jeweils entscheiden, welche der aufgebauten Szenerien denn wohl zu dem Lesevortrag gehörten, den sie gerade am Ohr hatten. An den Szenarien selbst war denn eine Möglichkeit zur Selbstkontrolle angebracht.

Was man braucht

Die Methode lässt sich auf jedes Buch übertragen. Die nötigen Requisiten finden sich zumeist auch in den Kinderzimmern der Schülerinnen und Schüler. Ansonsten lässt sich vieles auch ganz leicht basteln.

Für die Aufnahme der Lesevorträge braucht es ein (ganz einfaches) Tablet oder Smartphone. Sowohl für Android, als auch für iOS gibt es kostenlose Apps, die Sprachaufnahmen im MP3-Format erlauben und sehr einfach zu bedienen sind. Damit können die Schüler in der Regel auch in Eigenregie die Aufnahmen durchführen. Sollte die eigene Schule noch keine Tablets haben: Kinder (und Eltern) sind erfahrungsgemäß gerne bereit, (ältere) Geräte von zu Hause mitzugeben.

Für die Veröffentlichung der Tonaufnahmen haben wir unsere Schulhomepage genommen, die auf WordPress basiert. Dort lassen sich MP3-Dateien einfach per Drag-und-Drop in eine Seite integrieren. Dort werden sie dann direkt mit einer Steuerleiste (Lautstärke, Start, Stop) angezeigt (auch auf Smartphones, also responsive). Der Veröffentlichung hat in diesem Fall die Klassenlehrerin übernommen. Die MP3-Dateien hat sie mit USB-Kabeln auf den Klassen-PC übertragen. Sollte die schuleigene Homepage nicht zur Verfügung stehen, kann man sich auf wordpress.com ganz leicht (und kostenlos) einen eigenen Blog einrichten.

Für die Präsentation ist ein WLAN im Klassenraum hilfreich. Smartphones haben eigentlich alle Eltern dabei gehabt. Für interessierte Schüler aus anderen Klassen haben wir zudem einige ältere Tablets gesammelt und als Leihgerät bereitgestellt. Ohne WLAN müssen die Eltern dann eben auf ihre Internetflats zurückgreifen. Um Links zu WLAN und Internetseite möglichst simpel zu halten, haben wir auch QR-Codes ausgehangen.

Worauf man achten sollte

Technische Stolperstellen gibt es wenige, da das Digitale hier (eigentlich) nur am Rande eine Rolle spielt, aber dennoch etwas möglich macht, was mit herkömmlichen Medien kaum möglich gewesen wäre.

Bei der Durchführung sollte man neben dem Klassenraum noch Zugriff auf weitere, stille Räume/Ecken der Schule haben, damit die Aufnahmen der Lesevorträge störungsfrei ermöglicht werden. Sollte es zu dem gewählten Buch auch einen Film geben, so würde ich diesen Film immer erst nach der Durchführung ansehen, um die Kreativität der Kinder bei der Gestaltung der Szenen nicht zu beeinflussen.

Wie sieht es aus, wenn es fertig ist?

Ein Beispiel ist noch auf unserer Schulhomepage zu sehen. Inzwischen sind Fotos der Szenerien mit den Tondateien verknüpft, so dass man sich auch einen Eindruck davon machen kann, wie kreativ Kinder bei der Umsetzung der Buchteile sein können.

#Krimi zum Zweiten: Krimis untersuchen

Neben der Arbeit im Lesetagebuch verwende ich parallel ein Werkzeug, dass ich bereits im März einmal ausführlich vorgestellt und begründet hatte: den Geschichtenplaner. Diesen habe ich nun ein wenig modifiziert und habe dabei die spezifischen Charakteristika einer Krimigeschichte integriert.

page1-530px-Krimiplaner.pdf

Die Kinder untersuchen mit Hilfe des Krimiplaners den Krimi im Anschluss an des Lesen der Lektüre in Bezug auf folgende Fragestellungen:

  • Welche Orte spielen in der Geschichte eine Rolle? Welche Tatorte gibt es?
  • Wer sind die Protagonisten (das Ermittlerteam)?
  • Wer ist der Täter? Welche weiteren Verdächtigen gibt es?
  • Wie beginnt der Krimi? Welches Verbrechen wird verübt?
  • Wie laufen die Ermittlungen ab? Welche Schritte unternimmt das Ermittlerteam auf dem Weg zur Lösung?
  • Wie wird der Täter überführt? Welche Lösung hat die Geschichte/der Fall?

Diese Untersuchungsschwerpunkte lassen sich in vielen, aber mit Sicherheit nicht in allen Kriminalromanen für Kinder wiederfinden. Die Geschichten von Lasse und Maja, dich ich im letzten Beitrag kurz vorgestellt hatte, passend jedoch hervorragend in dieses Raster.

Mit der Verwendung dieses Planers möchte ich jedoch nicht nur das Verständnis des gelesenen Buches unterstützen, sondern auch die Entwicklung eigener Kriminalgeschichten anbahnen. Der Krimiplaner soll nämlich auch als Planungsraster für die Textproduktion der Kinder dienen. Dazu folgen eine Gedanken am Wochenende.

#Krimi zum Ersten: Das Lesetagebuch

Da ich die Weihnachtszeit derzeit dazu verwende mit meiner Lerngruppe rund um das Thema „Krimi“ zu arbeiten, möchte ich an dieser Stelle ein paar meiner Gedanken zu diesem Themenkomplex vorstellen.

Grundlage der Reihe war die Lektüre „Das Schulgeheimnis“ aus der LasseMaja-Reihe von Martin Widmark (die ich wirklich sehr empfehlen kann). Hierzu haben wir Teile des Lesebegleitheftes aus dem Beltz-Verlag bearbeitet, aber auch im Lesetagebuch gearbeitet. Der Vorteil des Lesetagebuchs liegt insbesondere darin, dass hier jedes Kind recht individuell nach seinen Lernvoraussetzungen arbeiten kann. Dies setzt natürlich voraus, man sich einerseits darüber bewusst ist, auf welchem Lesekompetenzniveau sich die Schüler*innen befinden, und man andererseits auch Aufgabenstellungen anbietet, die diese Niveaustufen berücksichtigen.

Ich arbeite daher schon seit einigen Jahren mit einer kleinen Kartei aus inzwischen 25 Aufgaben, die ich jedoch je nach Anwendungsfall (deutlich) reduziert anbiete. Hierbei werden sowohl verschiedene Arbeitsformen, als auch verschiedene Anforderungsniveaus angeboten.

Dieses Lesetagebuch ist von den Aufgabenstellungen her recht allgemein gehalten, so dass es sich auf eine große Bandbreite narrativer Texte übertragen lässt. Allerdings erscheint es mir durchaus sinnvoll auch ganz bewusst solche Aufgaben anzubieten, die die spezifischen Elemente einer Textsorte in den Blick nehmen, auch weil diese Elemente eine große Rolle spielen, wenn Schüler eigene Kriminalgeschichten produzieren sollen. So können die Schüler*innen direkt am Modell erfahren, welche Möglichkeiten der Umsetzung textsortenspezifischer Merkmales es gibt.

Daher habe ich für die Arbeit mit den Krimis einige wenige Aufgabenstellungen erarbeitet und in einer separaten Datei in das Grundschullernportal gestellt. Hier dürfen sich die Kinder nun mit der Frage nach Verdächtigen und deren Motiven auseinandersetzen, Bilder von Tatorten und Beweismitteln anfertigen, den Kriminalfall in einem Zeitungsbericht aufarbeiten oder das Ermittlerteam genauer vorstellen.

Weitere Elemente und Gedanken zur Reihe rund um den Krimi folgen im Laufer der Woche.

 

Textentlastung

Am heutigen Morgen bekam ich einen kleinen Anstoß, mich noch einmal aktiv in das Grundschullernportal einzubringen. Ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass dort ein äußerst sinnvolles und gewinnbringendes „Lexikon“ für Grundschullehrer entstehen könnte, weswegen ich hin und wieder dort etwas eintrage.

Heute morgen nun entdeckte ich eine Sammlung mit Wissenstexten für Schüler, die mich daran erinnerte, dass ich doch mal irgendwo eine Liste mit Tipps zur Textentlastung hatte. Mit ein wenig Suchen habe ich sie dann auch wiedergefunden. Eigentlich sind viele der dort aufgeführten Tipps so simpel und einleuchtend, dass man sie intuitiv in Texten, die man für den Unterricht erstellt, umsetzen können sollte.

Den Text, den ich für das Lehrerportal geschrieben habe, kopiere ich auch einfach mal hier herein. Im Lehrerportal darf die Liste gerne ergänzt werden:

Weiterlesen

Leseförderung, nicht nur für Jungen

Mehr durch Zufall stieß ich gestern auf das Projekt „boys&books“. Dahinter verbirgt sich ein Projekt der Uni Köln, das sich die Leseförderung von Jungen zwischen 6 und 18 Jahren auf die Fahnen geschrieben hat. Kern des Angebots sind Buchvorstellungen von Büchern, die besonders Jungen ansprechen sollen. Kategorisiert sind die Buchvorstellungen nach Altersgruppen, allerdings ist auch eine Sortierung nach Genres möglich. Neben den Buchvorstellungen findet man aber auch aktuelle Forschungsergebnisse zur Leseförderung und einige (theoretische) Erläuterungen zur Leseförderung. Daher möchte ich die Seite an dieser Stelle auch besonders empfehlen: http://www.boysandbooks.de/home.html

Der zweite Hinweis zur Leseförderung bezieht sich auf ein kleines „Projekt“, welches ich im Rahmen des Grundschullernportals begonnen habe: Das Lese-Flüssigkeits-Training. Dahinter verbirgt sich ein (eigentlich recht unspektakuläres) Trainings- und Belohnungsprogramm, mit dem die Leseflüssigkeit gesteigert werden soll. Die Schüler können dabei anhand periodisch durchgeführter Tests ihren eigenen Lernfortschriftt dokumentieren und bekommen so eine relativ direkte Rückmeldung, ob sich die bisherigen Anstrengungen positiv auf die Leseflüssigkeit ausgewirkt haben. Zusätzlich erhalten die Kinder eine kleine Belohnung für die geleisteten Anstrengungen. Details zum Training findet man hier.

Das Training ist noch nicht ganz fertig. Es fehlen noch ein paar Sätze für die Tests 4-7. Wer mitarbeiten möchte, ist gerne willkommen!

Was Tests leisten können … und was nicht

Vor den Weihnachtsferien habe ich mit meiner Lerngruppe einen kleinen „Versuch“ gestartet. Ich wollte den Kindern die Notwendigkeit des täglichen Lesens verdeutlichen. Zwar lesen viele Kinder gerne und freiwillig, andere sind jedoch mit „Ich kann doch jetzt lesen“ zu früh zufrieden. Daher gab es vor den Ferien einen Leseplan, mit dem die Kinder jeden Tag 15 Minuten lesen sollten. Zu Beginn des Plans habe ich mit den Kindern den Stolperwörtertest (Stolle) durchgeführt. Hier liegen zwar nur Normtabellen für das jeweilige Schuljahresende vor, jedoch ging es mir weniger um die Einordnung in eine Skala. Vielmehr wollte ich den Kindern verdeutlichen, dass sich ihre Leseleistung durch regelmäßiges Training steigern lässt. Zwar wird ein langsamer Leser nicht innerhalb von 3 Woche zu einem schnellen Leser, jedoch wird er durch das Training sich auf seinem Niveau steigern können. Daher habe ich den Test nach den 3 Wochen erneut durchgeführt.

Das Ergebnis hat mich überrascht. Das Durchschnittsergebnis der Klasse hat sich um 25% verbessert, etwa 6 Sätze mehr schafften die Kinder im Schnitt nun. Hierbei muss man natürlich den Übungseffekt berücksichtigen: Die Kinder kannten das Format nun besser und die Sätze kamen ihnen bekannt vor. So haben sie natürlich die falschen Wörter nun schneller erkannt. Allerdings würde ich den Trainingseffekt nicht zu deutlich einschätzen, denn er trat nicht bei allen Kindern auf. Einige Kinder konnten sich weniger verbessern oder lagen mit der Leistung im zweiten Test sogar unter der Leistung des ersten Tests. Andere Kinder wiederum konnten ihre Leistung um 58% steigern. Unter Umständen wirkt sich der Trainingseffekt auch bei stärkeren Kindern deutlicher aus, da diese Sätze schon überfliegend lesen und sich dann erinnern können, während schwache Kinder ja trotzdem noch Wort für Wort bzw. Buchstabe für Buchstabe erlesen müssen, um sich dann zu erinnern.

Wie deutlich der Trainingseffekt auch sein mag, so zeigt dieser „Versuch“ doch auch, dass das Lesetraining durchaus einen Effekt hat. Insbesondere Kinder, von denen mir bekannt war, dass sie nur ungern täglich lesen, konnten sich deutlich steigern. In dieser Gruppe dann wiederum vor allem die Kinder, die ich vorher schon als starke Leser eingeschätzt hatte. Andererseits konnten sich Kinder, die schon vorher täglich lasen, nur geringfügig verbessern (Trainingseffekt??). Kinder, die das Training verweigert haben, konnten sich ebenfalls nicht oder nur kaum steigern.

Auch wenn dies natürlich keine Studie unter wissenschaftlichen Bedingungen war oder sein sollte, so zeigt es mir doch, wie leicht sich Ergebnisse eines (standardisierten) Testverfahrens verbessern lassen. Dies sollte man bei der Interpretation der Ergebnisse immer im Blick haben.

 

Fachliteratur Deutsch kostenlos beziehen

Heute habe ich zum ersten Mal der Homepage der Deutschen Gesellschaft für Lesen und Schreiben einen Besuch abgestattet. Diese berichtet zwar regelmäßig im Heft „deutsch differenziert“ von ihrem aktuellen Tun, jedoch habe ich dies bisher eher am Rande verfolgt. Was die DGLS so treibt, möchte ich kurz ziteren:

Die Deutsche Gesellschaft für Lesen und Schreiben (DGLS) ist eine Sektion der International Reading Association (IRA), die sich für die Förderung der Schrift- und Sprachkultur einsetzt. Der Erwerb der Schriftsprache, insbesondere unter erschwerten Bedingungen, ihr Gebrauch und ihre Funktion sind zentrale Arbeitsthemen. LehrerInnen, DidaktikerInnen, Literatur- und SprachwissenschaftlerInnen sowie PsychologInnen haben sich zusammengefunden, um Forschungsvorhaben auf dem Gebiet des Lesens und Schreibens anzuregen, internationale Kontakte zu fördern und Tagungen zu organisieren, die Einblicke in neuere wissenschaftliche Arbeiten und Entwicklungen in der Praxis geben. 

So, nun zum Tipp: Die DGLS veröffentlicht in regelmäßigen Abständen Sammelschriften mit aktuellen Artikeln. Diese Bände kann man käuflich erwerben. Einige der älteren Bände (wobei diese allesamt aus diesem Jahrtausend sind) kann man aber kostenlos als PDF-Datei herunterladen. Derzeit sind es 5 Bände rund um die Themen „Lesen und Schreiben“. Für all die, die an aktueller und guten Fachartikeln interessiert sind, könnte es durchaus von Interesse sein. http://www.dgls.de/download/category/11-ganze-baende.html