All the small things: das alltägliche, digitale Lernen

Bei der gestrigen Wochenplanung stolperte ich über folgenden Tweet einer sehr geschätzten Grundschulkollegin.

Die Zielsetzung des Blogs ist so einfach, wie auch wichtig und nötig:

In diesem Blog möchte ich (möglichst täglich – aber das ist ein hehres Ziel) dokumentieren, wie ich im Laufe des Tages digitale Medien im Unterricht meiner ersten Klasse eingesetzt habe. Mit Projekten kann ich nicht glänzen, hier geht es um die alltägliche Einbindung, den Alltag an einer Schule, die weder digitale Projektschule, noch „Leuchtturm“ in der digitalen Landschaft ist, sondern eine relativ normale Schule, in der sich die Schulleitung auf den Weg gemacht und alle Ideen, Digitales in den Unterricht zu bringen, großzügig unterstützt hat.

Es tut wirklich gut, diese kleinen Puzzlesteine des digitalen Lernens zu lesen, die @frandevol in ihrem Unterricht auf der Insel einsetzt. Sie selbst verfügt wahrlich über keine unerschwingliche Ausstattung, sondern vermutlich über eine 08/15-Standardausstattung, wie sie in zahlreichen Schulen zu finden ist (sehen wir mal von den IWBs ab) bzw. wie man sie sich selbst vergleichsweise günstig zusammenstellen kann. Und dennoch gelingt es ihr, (fast) täglich digitale Elemente sinnvoll in den Unterricht zu integrieren (und hoffentlich auch darüber zu bloggen).

Ich möchte mir dies ein wenig als Beispiel nehmen. Es muss nicht immer das Video aus der aufwändig gezimmerten Trickbox oder das umfangreiche Erstellen eines Erklärvideos oder 1:1-Vollausstattung mit iPads sein. Manchmal ist es auch einfach (nur) die Grundschrift-App oder das Arbeiten mit Antolin. Mit solchen „Kleinigkeiten“ können Schüler die digitalen Medien regelmäßig als sinnvoll genutztes Element des Unterrichts erfahren. Wie @frandevol so schön schreibt: völlig selbstverständlich.

Und mit solchen kleinen und kleinsten Puzzlesteinen kann man auch die Kollegen leichter mit ins Boot holen, sie dazu animieren, sich Stück für Stück mehr zuzutrauen.

So habe ich heute bspw. im Deutschunterricht am IWB einen kleinen Text präsentiert, in dem einige falsche Verbformen im Präteritum enthalten waren:

Für die Weiterarbeit gab es ein AB, in dem diese Verben dann auch noch im Perfekt notiert werden mussten:

abzeit

Als Gimmick konnte dann hierzu auch noch eine weitere App aufgerufen werden, in der weitere Personalformen zu diesen Verben notiert werden mussten. Quasi als freiwillige Hausaufgabe. Diese wurde heute nachmittag aber intensiv genutzt:

In der Vorbereitung war die Erstellung der Apps sogar schneller gemacht, als ein entsprechendes AB zusammenzustellen.

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